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Keine Post mehr in der „Neuen Post“

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Von: Marc Schäfer

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In der „Neuen Post“ in Gießen wird es nach fast 30 Jahren bald keine Post mehr geben.

Gießen – Die Postbank schließt ihre Filiale am Bahnhof von Gießen, in der Bahnhofstraße 82 bis 86. Damit verschwindet die „Post“ zumindest auf den ersten Blick aus der 1993 eröffneten und damals rund 75 Millionen Euro teuren Neuen Post.

Die kompletten Post- und Paketdienstleistungen, darunter die Annahme und Lagerung von Paketen, der Verkauf von Briefmarken, werden am Mittwoch (28. September), in eine benachbarte neue Partner-Filiale der Deutschen Post in einem Lebensmittelmarkt in der Bahnhofstraße 90 bis 92, dem Dünya Market, verlagert. Der Markt ist von montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Die aktuelle Postbank-Filiale öffnet letztmalig am Mittwoch, 28. September, von 9 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr.

Postbank in Gießen: Nächste Filiale in Neuen Bäue

Für Postbank-Kunden wichtig: Die nächstgelegene Filiale der Postbank mit Vollsortiment befindet sich dann in der Neuen Bäue 2. Dort können sich Kunden zu Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge, Privatkrediten und Wertpapieren beraten lassen, erhalten dort alle gewohnten Postdienstleistungen und können Bargeldein- und -auszahlungen und Überweisungen vornehmen. Auch ein Geldautomat und ein Serviceterminal sind vorhanden.

„Neue Post“ in Gießen: Die Postbank schließt die Filiale am Bahnhof.
„Neue Post“ in Gießen: Die Postbank schließt die Filiale am Bahnhof. © Oliver Schepp

Wie Alexander Böhm, Pressesprecher der Deutsche Post DHL Group, auf GAZ-Anfrage mitteilt, bleibt der Zustellstützpunkt der Post in der Neuen Post erhalten. Von dort aus erhalten die Bewohner der Gießener Innenstadt schon seit vielen Jahren ihre Briefe. Sie werden dort von den Gießener Briefträgern sortiert.

Standort in Gießen: „Neue Post“ eine Pannengeschichte

Das Gebäude am Bahnhof wird von den Gießenern nach wie vor „Hauptpost“ genannt, doch die Deutsche Post ist dort über die Postbank längst nur Mieter. Bei der Einweihung der Neuen Post vor 29 Jahren war klar, dass die geplante und unverdrossen gebaute Immobilie überdimensioniert und nicht mehr praktikabel für das Unternehmen ist, das damals in einer umfassenden Modernisierung steckte. Die Folge: Das schmucke 12.000-Quadratmeter-Gebäude wurde von der Post nie komplett genutzt.

Es wurde zu groß gebaut und mit Hallen für die elektronische Bearbeitung von Briefen und Paketen, die für andere Nutzer kaum geeignet sind. Dank kreativer Lösungen hat sich die Lage in den vergangenen Jahren aber verbessert. Unter anderem sind ein Fitnessstudio und ein Co-Working-Space zu Mietern geworden. (Marc Schäfer)

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