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Die Walltorstraße ist wegen der Installation der Videoüberwachungsanlage derzeit voll gesperrt.

Kriminalität

Live-Bild für die Polizei Gießen: Videoanlage am „Döner Dreieck“ geht in Betrieb

  • Burkhard Möller
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In Gießen steht die Inbetriebnahme der zweiten polizeilichen Videoschutzanlage unmittelbar bevor. Dafür muss eine Straße gesperrt werden.

Gießen – Polizisten mit automatischen Waffen im Anschlag, ein Sondereinsatzkommando im Einsatz: Die Szenen am Mittwochabend vor einer Woche in der Walltorstraße, als zwei Männer festgenommen wurden, nachdem sie offenbar aus einer Wohnung mit Luftdruckwaffen auf Fußgänger geschossen hatten, waren quasi eine Bestätigung für eine Baumaßnahme, die seit Beginn dieser Woche läuft.

Grund für die Vollsperrung der Walltorstraße auf Höhe des DGB-Hauses ist nämlich die Installierung der zweiten von drei geplanten Videoschutzanlagen im Stadtgebiet. »Wir gehen derzeitig davon aus, dass die Videoschutzanlage in etwa zwei Wochen in Betrieb gehen kann. Dies hängt aber von dem Fortschritt der Baumaßnahme ab«, erklärte Stadtsprecherin Claudia Boje zu Wochenbeginn.

Gießen: „Döner-Dreieck“ einer von drei Standorten für Videoüberwachung

Der Bereich um die Kreuzung Asterweg, Walltorstraße und Dammstraße, in Gießen aufgrund der Vielzahl an türkischen Restaurants und Imbissen nur »Döner-Dreieck« genannt, war bereits vor einigen Jahren von der Polizei als Kriminalitätsschwerpunkt identifiziert worden. Damit erfüllte die Gegend die entscheidende Voraussetzung, um dort gemäß dem hessischen Polizeigesetz eine Videoüberwachung zu installieren. Die Stadt hatte in Person des damals noch neuen Ordnungsdezernenten Peter Neidel (CDU) die Überwachung bereits Ende 2016 angekündigt.

Neben dem »Döner-Dreieck« waren damals der Bahnhofsvorplatz und der Markplatz als Standorte genannt worden. Am Marktplatz, wo bis 2012 die einzige polizeiliche Videoüberwachung in Gießen stattfand, sind die Kameras im vergangenen August in Betrieb genommen worden. Dass es so lange gedauert hat, hing an technischen Gründen. So mussten und müssen für die leistungsfähigen Kameras mit ihrer hohen Bildauflösung neue Glasfaserkabel verlegt werden.

Gießen: Bilder landen live bei der Polizei

Die aufgenommenen Bilder laufen in der Polizeiwache am Berliner Platz live auf einem Bildschirm und werden von dem diensthabenden Beamten mitverfolgt. In einem Auswertungsraum hat die Polizei die Möglichkeit, angezeigte Straftaten dank der Bildbeweise zu klären und den oder die Täter zu ermitteln. Nach zehn Tagen müssen die Aufnahmen aus datenschutzrechtlichen Gründen gelöscht werden. (mö)

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