In Laubach ist die Feuerwehr nach im Einsatz.
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In Laubach ist die Feuerwehr nach im Einsatz.

Hochwasser

Hochwasser im Kreis Gießen – Leichte Entspannung in der Region

  • Florian Dörr
    VonFlorian Dörr
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  • Kim Luisa Engel
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Die Lahn und ihre Nebengewässer traten in den letzten Tagen immer wieder über die Ufer. Bald könnte sich die Situation aber entspannen.

Update, 31.01.2021, 11:16 Uhr: Die Hochwasserlage in der Region ist weiter angespannt. Allerdings ist eine Beruhigung der Situation in Sicht, wie das Regierungspräsidium Gießen mitteilte. Die Wasserpegel der Lahn liegen weiterhin „leicht in der Meldestufe II“, voraussichtlich wird das auch noch in den nächsten Stunden so bleiben. Dann könnten die Pegel allerdings wieder fallen, da in den nächsten 24 Stunden nicht mit größeren Niederschlägen zu rechnen sei.

In Rod an der Weil und Fellerdilln / Dill gilt weiterhin Meldestufe I. Die Wasserstände in Aßlar / DIll, Essershausen / Weil, Etzelmühle/ Salzböde, Hadamar / Elbbach und Niederbrechen / Emsbach sind laut der Mitteilung unter die Meldestufengrenzen gefallen.

Update, 29.01.2021, 18.29 Uhr: Das Regierungspräsidium Gießen hat einen aktuellen Stand zum Hochwasser-Geschehen in der Region herausgegeben. Demnach ist an zwei Dritteln der Pegel im mittelhessischen Regierungsbezirk zwischen Limburg, Biedenkopf und Schotten bis hinein in den Taunus teilweise sogar die höchste Meldestufe III erreicht worden. An den Pegeln Gießen Klärwerk und Leun ist es laut Regierungspräsidium Gießen „sehr wahrscheinlich“, dass Meldestufe II erreicht wird.

„Besonders im Taunus und in den Ausläufern des Westerwaldes sind die Wasserstände schnell und hoch angestiegen“, berichtet Ines Walter vom Hochwasserlagezentrum Lahn (HWLZ) von den Nebengewässern. Hart hat es Teile der östlichen Wetterau getroffen.

Immerhin: „Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass an den Oberläufen der Nebengewässer der maximale Wasserstand voraussichtlich bereits erreicht wurde bzw. in der Nacht zum Samstag erreicht wird“, berichtet die RP-Expertin im HWLZ-Lahn.

Meldestufe I bedeutet, das Gewässer tritt teilweise über die Ufer. Meldestufe II heißt: eine flächige Überflutung von ufernahen Grundstücken, leichte Verkehrsbehinderungen auf Gemeinde- und Hauptverkehrsstraßen, Gefährdung einzelner Gebäude sowie Überflutung von Kellern. Die höchste Meldestufe III tritt ein, wenn bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet sind und überörtliche Verkehrsverbindungen gesperrt werden müssen.

Hochwasser im Kreis Gießen: Lage in Laubach und Co. angespannt

Update, 29.01.2021, 14.44 Uhr: Die Hochwasser-Lage im Kreis Gießen ist weiterhin angespannt. So sagt ein Passant in Laubach etwa: „Das hat es zuletzt in den 1970er Jahren gegeben.“ Die Bilder von vor Ort sprechen eine deutliche Sprache. Offenbar ist auch ein Supermarkt im Dorf betroffen. Die Feuerwehr ist vor Ort.

Gießen: Hochwasser-Alarm durch Schnee und Regen - Lahn und Nebengewässer betroffen

Die anhaltenden Niederschläge und das Tauwetter sorgen im Kreis Gießen und in Mittelhessen für zahlreiche Überschwemmungen der Lahn und deren Nebengewässern, wie hier in Heuchelheim.

Erstmeldung, 29.01.2021, 12.48 Uhr: Die anhaltenden Niederschlage und immer milder werdenden Temperaturen sorgen aktuell dafür, dass die Wasserstände der Flüsse und Bäche ein Einzugsgebiet der Lahn ansteigen. Das Hochwasserlagezentrum Lahn (HWLZ), dass dem Regierungspräsidium Gießen angesiedelt ist, informiert nun in einer Pressemitteilung über die Lage. An einigen Nebengewässern der Lahn seien bereits erste Hochwassermeldestufen überschritten worden. An der Lahn selbst werden laut Modellrechnung ebenfalls weitere Meldestufenüberschreitungen eintreten.

Gießen: Niederschlag und Tauwetter sorgen für Überschwemmungen

Ines Walter vom HWLZ-Lahn berichtet: „Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass an den Oberläufen der Nebengewässer der maximale Wasserstand voraussichtlich am Freitag zur Mittagszeit erreicht und hierbei zumeist die Meldestufe I überschritten wird“. Das Gebäude der HWLZ befindet sich an der Marburger Straße Ecke Rodtberg, von dort aus überprüft Walter mit ihrem Kollegen Hartmurt Köster, wie sich die aktuelle Lage an der Lahn und ihren Nebengewässern zwischen Limburg, Biedenkopf und Schotten entwickelt.

Hierbei bedeutet Meldestufe I, dass das Wasser bereits teilweise über die Ufer trete. RP-Mitarbeitern Walter erwarte die höchsten Wasserstände der Lahnuferpegel in der ersten Tageshälfte des Samstags. Auch das Erreichen oder sogar das Überschreiten der Meldestufe II könne sowohl an der Lahn als auch an deren Nebengewässern derzeit nicht ausgeschlossen werden. Das Team der HWLZ-Lahn wird die Lage weiter beobachten, dazu stehen ihnen die aktuellsten Daten des deutschen Wetterdienstes zur Verfügung.

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