+
Bereits vor Jahren wurde die Stützwand in Richtung Linden saniert. Nun ist das Gegenstück in Fahrtrichtung Norden dran.

Baustelle

Gießen: Vollsperrung der B49 steht an

  • schließen

Auf Höhe der Anschlussstelle Gießen-Ursulum der A485 saniert Hessen Mobil die dortige Stützwand neben der Autobahn. Das hat deutliche Auswirkungen auf den Verkehr.

Update, 26. Juni: Seit Mai saniert Hessen Mobil auf Höhe der Anschlussstelle Gießen-Ursulum der A485 die dortige Stützwand neben der Autobahn in Fahrtrichtung Marburg. Wie zu Beginn der Arbeiten angekündigt, werden hierfür auf der B49 oberhalb der Stützwand Sondierungsbohrungen erforderlich, die als Grundlage für die weiteren Arbeiten dienen. Diese Sondierungsbohrungen finden ab Mittwoch, 3. Juli, statt und sollen bis voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen sein. 

B49 in Gießen: Die Umleitungen während der Sperrung

Ab Mittwoch, 3. Juli, muss daher die B49 im Bereich der Grünberger Straße auf rund 80 Metern ab dem Abzweig der Rödgener Straße voll gesperrt werden. Der Verkehr wird in Richtung Grünberg über die Rödgener Straße und die Udersbergstraße (K22) umgeleitet. In Fahrtrichtung Gießen wird die Umleitung über das Europaviertel, die B457 und die Anschlussstelle Licher Straße der A485 ausgeschildert. Für Anlieger bleibt die Grünberger Straße aus Richtung Grünberg kommend bis zum Baufeld befahrbar. Knapp drei Wochen sind für die Bohrungen eingeplant, sodass die Vollsperrung in der Grünberger Straße voraussichtlich Anfang der vierten Juli-Woche wieder aufgehoben werden kann. 

B49 in Gießen: Einengung der Fahrbahn folgt

Bis Ende Juli sind zudem weitere Arbeiten an dem Überführungsbauwerk der B49 im Bereich der Rödgener Straße zwischen der Grünberger Straße und der Straße Eulenkopf vorgesehen. Während der Bohrungen wird in diesem Bereich die Fahrbahn der B49 auf einer Länge von rund 80 Metern eingeengt, kann aber in beide Fahrtrichtungen weiterhin befahren werden. Der Gehweg in Richtung Rödgen muss allerdings gesperrt werden.

Erstmeldung, 30. April: Am Mittwoch. 1. Mai, starten Bauarbeiten auf der Autobahn 485 im Bereich der Anschlussstelle Gießen-Ursulum in Fahrtrichtung Marburg. Dort muss eine Stützwand aus den 1970er Jahren saniert werden. 

Wie Hessen Mobil am Dienstag mitteilte, werden für die Bauarbeiten die Fahrstreifen der A485 in Richtung Marburg verengt und in die Autobahnmitte verschwenkt, sodass am Fahrbahnrand Platz für die Bauarbeiten zur Verfügung steht. Beide Fahrstreifen bleiben aber weiterhin bestehen. Ab der Nacht von Mittwoch (1. Mai) auf Donnerstag (2. Mai) wird diese Verkehrsführung eingerichtet. Anschließend kann das Baufeld für die Bauarbeiten eingerichtet und mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Baustelle A485: B49 für zwei Wochen gesperrt

Ab Mitte Mai werden im Bereich der Stützwand auch routinemäßige Kampfmittelsondierungen stattfinden. Die dafür notwendigen Bohrungen sollen voraussichtlich innerhalb von zwei Wochen in den Sommerferien stattfinden. Dafür muss die B49 oberhalb der Stützwand im Bereich der Grünberger Straße gesperrt werden.

Im Weiteren sind auf der B49 kurzfristige Einengungen kürzerer Dauer sowohl an der Grünberger Straße als auch an der Rödgener Straße für Fugensanierungen geplant. Sonst soll der Verkehr auf der B 49 von den Bauarbeiten an der Stützwand nicht beeinträchtigt werden.

Im Vorfeld der Sanierung fanden bereits Anfang dieses Jahres Gehölzarbeiten und Rodungen an der B49 (Rödgener Straße) im Bereich über der Stützwand bei Gießen-Ursulum statt. Voraussichtlich im Dezember soll die Sanierung dann abgeschlossen sein. Das Bauprojekt kostet den Bund als Straßenbaulastträger der Autobahn rund 1,9 Millionen Euro.

Baustelle A485: 200 Bodennägel sollen für Standsicherheit sorgen

Die Sanierungsarbeiten werden notwendig, da die Mauerwerksverblendung der Stützwand über die Jahre immer wieder auffällige Durchnässungen nach Regen- und Schneefällen zeigte. Das Niederschlagswasser versickerte zunächst hinter der Stützwand, das jedoch stellenweise auf der sichtbaren Autobahnseite austritt.

Zudem konnten horizontale Verformungen an der Mauerwerksverblendung festgestellt werden. Bereits im Jahr 2015 ist daher die alte Mauerwerksverblendung abgebrochen worden, um in den folgenden Jahren umfangreiche Untersuchungen an der rund 60 Meter langen und bis zu neun Meter hohen Stützwand aus den 1970er Jahren vorzunehmen.

Die Untersuchungen ergaben zwar, dass die Stützwand sich in einem guten Zustand befindet. Jedoch sind einige Verstärkungsmaßnahmen erforderlich, um die Standsicherheit der Wand auch in den kommenden Jahrzehnten zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird die vorhandene Rückverankerung durch etwa 200 weitere Bodennägel verstärkt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare