+
Das nächste Stadtfest kommt bestimmt.

Stadtfest Gießen

Gießen: Verzögerungen bei Stadtfest-Planung

  • schließen

Bei der Vergabe von Stadtfest-Plätzen kommt es zu Verzögerungen. Dahinter steckt eine angestrebte Neuerung bei der Stadtmarketing Gießen GmbH. 

Gießen - Die Zeitungsberichte der letzten Monate zeigen es: Bei der Durchführung von Märkten und Volksfesten befindet sich die Stadtmarketing Gießen GmbH im größten Umorganisationsprozess seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren. Das hat im Vorfeld des diesjährigen Stadtfests erneut zu einer Verzögerung bei der Vergabe von Standplätzen geführt. Nach Aussagen mehrerer Bewerber gibt es noch keinen Bescheid, ob sie zum Zuge kommen. "Leider führt jede Systemumstellung in der Implementierungsphase zu zeitlichen Verzögerungen im Ablauf. Die Standplatzvergabe ist aber glücklicherweise fast abgeschlossen, sodass die Zusagen zeitnah versendet werden können", erklärt Marketing-Chef Tilman Bucher auf GAZ-Anfrage.

Zeitgleich zur Anpassung der Vergaberichtlinien implementiert das Stadtmarketing laut Bucher ein neues Veranstaltungsplanungsprogramm, das auch in Städten wie Hamburg und Frankfurt genutzt werde und langfristig sowohl für uns als Veranstalter als auch für die Bewerber und Partner viele Vorteile mit sich bringe. "Wir optimieren zurzeit viele unserer Prozesse", sagt Bucher.

1. Februar künftig Stadtfest-Stichtag

Wie berichtet, wendet die Stadtfest-Veranstalterin im August erstmals neue Vergaberichtlinien und Zulassungskriterien für Standplätze an. Ziel der Richtlinien sei ein faires und transparentes Vergabesystem, das durch die Bewertungsphase der umfangreicheren Bewerbungen deutlich zeitintensiver sei als das alte Vergabeverfahren. Aus diesem Grund werde die Bewerbungsfrist für Standplätze auf dem Stadtfest 2020 auf den 1. Februar kommenden Jahres vorverlegt, um den Bewerbern mehr Planungssicherheit geben zu können. In diesem Jahr war dies nicht möglich, weil der Magistrat die Neuerungen erst im März beschlossen hat. Daher endete die Bewerbungsfrist erst am 1. April.

Neben neuen Richtlinien für die Vergabe von Standplätzen beschloss die Stadtregierung im März auch eine deutliche Erhöhung der Standgelder. Zudem wird es keine Zuschüsse mehr für den Betrieb von Musikbühnen geben. Das Defizit beim Stadtfest hatte sich zuletzt nach Angaben des Magistrats bei rund 30 000 Euro bewegt. Auch beim Weihnachtsmarkt kassiert das Stadtmarketing künftig deutlich erhöhte Standgelder, um den Zuschuss aus dem städtischen Haushalt zu reduzieren. Er lag zuletzt bei einer halben Million Euro. (Foto: ep)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare