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Das Arbeitsgericht befasst sich derzeit mit einer ungewöhnlichen Kündigungsschutzklage.

Mit Schwert in Bank

Versuchter Heiratsantrag endet in großem Polizeieinsatz - Gießener Bank-Mitarbeiter klagt gegen Kündigung

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Ein Bankmitarbeiter betrat die Volksbank mit einem Schwert und wollte einer Kollegin einen Heiratsantrag machen. Dafür wurde ihm gekündigt. Nun klagt er gegen die Kündigung.

Das Gießener Arbeitsgericht hat sich am Mittwoch mit einem ungewöhnlichen Fall beschäftigt. Ein Angestellter der Volksbank Mittelhessen hatte gegen die außerordentliche Kündigung durch seinen Arbeitgeber geklagt. Der 53-Jährige war im Dezember des vergangenen Jahres mit schwarzer Kleidung und einem Requisitenschwert in die Hauptstelle im Schiffenberger Weg gekommen, um einer Kollegin einen Heiratsantrag zu machen. 

Allerdings hatte die Frau an diesem Tag frei. Er ließ ihr dann einen Mittelalter-Film und einen Liebesbrief übermitteln. Die Aktion sorgte für einiges Aufsehen, Gerüchte um einen Amoklauf machten die Runde, die Polizei erschien mit einem Großaufgebot. 

Der 53-Jährige wehrt sich nun gegen die außerordentliche Kündigung mit der Begründung, dass er psychisch krank sei. Die vergangenen Wochen verbrachte er laut seinem Anwalt zeitweise in einer Psychiatrie, derzeit befinde er sich auf Kur. Ein Urteil wurde am Mittwoch nicht gesprochen. Richterin Claudia Schymik regte stattdessen einen richterlichen Vergleichsvorschlag an. 

Der sieht vor, die außerordentliche Kündigung zurückzunehmen und stattdessen eine ordentliche Kündigung auszusprechen, die zum 31. Juli in Kraft treten soll. Bis dahin wird der Angestellte – sollte er wieder arbeitsfähig werden – vom Dienst freigestellt. Anschließend soll er eine Abfindung in Höhe von 15 000 Euro erhalten. Der Volksbankangestellte hat nun einige Wochen Zeit, diesen Vergleichsvorschlag anzunehmen.

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