+
Der Radler kommt mit leichten Verletzungen davon, sein Rad ist demoliert.

Unfall

Radunfall in Gießen: "Ich hätte tot sein können" - Veränderungen gefordert

  • schließen

Nach einem Unfall zwischen einem Radfahrer und einem Auto in der Gießener Innenstadt meint der verletzte Radler: "Ich habe großes Glück gehabt."

Gießen (chh). Am Donnerstagabend hat sich an der Ecke Gutfleischstraße/Ringallee ein Unfall zwischen einem Fahrrad und einem Auto ereignet, der leicht hätte schlimmer ausgehen können. So schätzt es zumindest der betroffene Radfahrer ein, der sich nach dem Unfall in der Redaktion gemeldet hat. Demnach war der Gießener gegen 18 Uhr mit seinem Rad auf der Gutfleischstraße unterwegs. Etwa drei Meter vor der Einmündung zur Ringallee sei dann ein Autofahrer aus Richtung der Eichgärtenallee um die Ecke gefahren. "Dabei ist er voll auf meine Fahrbahn gekommen und hat mich mitgerissen", sagt der Radfahrer. Bei dem Sturz hätte er sich Schnittwunden, Prellungen und Verstauchungen zugezogen. "Ich habe großes Glück gehabt. Ich hätte tot sein können", betont der Gießener. Sein Fahrrad sei ein Fall für den Schrottplatz, am Auto seien Seitenspiegel und Kotflügel demoliert.

Forderung nach Fahrbahnschwellen

Der Polizei ist der Unfall bekannt, die Einsatzkräfte waren auch vor Ort. Der Sachschaden liege bei etwa 2000 Euro. Zur Schuldfrage machten die Einsatzkräfte keine Angaben, für den Radfahrer ist die Sache aber eindeutig. "Der Autofahrer war viel zu schnell unterwegs und ist voll über meine Straßenseite gefahren." Der Fahrer des Wagens hätte hingegen die Meinung vertreten, das Rad sei zu nah an seiner Spur gewesen.

"Gefährliche Ecke"

Der Radfahrer hat sich in der Redaktion gemeldet, da er auf die seiner Meinung nach gefährliche Ecke hinweisen will. Es sei nicht das erste Mal, dass es hier zu einer brenzligen Situation gekommen sei. Die auf der Ringallee fahrenden Autos seien häufig zu schnell unterwegs und würden beim Abbiegen die gegenüberliegende Fahrbahn schneiden. Er wolle die Gefahrenstelle daher ins Bewusstsein bringen und Politiker dazu bewegen, sich noch mehr für den Schutz von Radfahrern einzusetzen.

Der Gießener selbst spricht sich für verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Ringallee aus, zum Beispiel Fahrbahnschwellen oder Blumenkästen am Straßenrand, wie sie etwa in der Eichgärtenallee zu finden sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare