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Eine von vielen Möglichkeiten für die Besucher, sportlich Neues zu erkunden: Im Wasserlaufball geht es auf die Lahn.

Fest zeitweise gut besucht

Plädoyer: "Schlammbeisers Lahnlust" erhalten

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Die Stadt sieht Änderungsbedarf. Doch die Veranstalter und Besucher sind durchaus zufrieden mit der 15. Auflage des Familienfestes mit Bootskorso, Feuerwerk und Mitmachaktionen.

Besucher und Veranstalter sind sich einig: "Schlammbeisers Lahnlust" muss bleiben. Aus Sicht aller Beteiligten stünde einer Neuauflage im kommenden Jahr also nichts entgegen. Ob es dazu kommt, ist dennoch offen. Wegen stetig rückläufiger Besucherzahlen sei eine "Zäsur" bei dem 2004 aus der Taufe gehobenen Familienfest nötig, hatte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei der Programmvorstellung erklärt. Die Stadt sehe keine Zukunft zumindest in der bisherigen Form. Die 15. Auflage an diesem Wochenende war indes durchaus gut besucht.

Das Organisationsteam mit Dietmar Knöß ("Bootshaus"), Harry Jungk (Ski- und Kanuclub) und Peter Zutt (Kanutours Gießen) wird sich nächste Woche zusammensetzen und über die Zukunft von "Schlammbeisers Lahnlust" beraten. Danach muss die Stadt Gießen entscheiden, ob und in welcher Form sie das von vielen Ehrenamtlichen getragene Fest künftig unterstützen will.

"Schlammbeisers Lahnlust" Gießen: Samstag "bombastischer" Zuspruch

Harry Jungk findet, dass es auf jeden Fall irgendwie weitergehen muss. Zumindest der Samstag sollte erhalten bleiben, befand der "Lahnlustmächer" in einem ersten Resümee. Ob das in bewährter Form oder mit einem neuen Konzept geschehen soll, darüber müsse man reden. Der Zuspruch am Samstag sei jedenfalls "bombastisch" gewesen, meint Jungk. Er lobt das große Engagement aller Ehrenamtlichen.

Kanutours-Inhaber Peter Zutt würde sich nicht gerne noch einmal "neu erfinden". Wenn die Stadt sich zurückzieht, dann er vermutlich auch. Aber noch sei es zu früh, um Aussagen über die künftige Gestaltung zu treffen, sagt Zutt.

An eine Fortsetzung gleich welcher Art glaubt "Bootshaus"-Chef Knöß. Auch er betont die Bedeutung des Samstagabends. Wiederum gelungen sei die Mischung aus Kulinarik und Live-Musik. Im "Bootshaus" spielt diesmal "No-Eight" - "eine tolle Band," schwärmt Knöß. Er ist diesmal auch für die musikalische Umrahmung des Feuerwerks verantwortlich.

"Deichgraf" Gerhard Riess und das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden eröffnen das Fest am Samstagabend mit dem Weckruf. Vom Marineverein aus schippern sie die Lahn hinab bis zum Anleger der "Hassia", marschieren dann über die Wehrbrücke zur Gießener Rudergesellschaft. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz begrüßt Besucher und Akteure.

"Schlammbeisers Lahnlust" Gießen: Imposanter Bootskorso

Stimmungsvoller Höhepunkt ist der imposante Bootskorso am Samstagabend, darunter ein rund 80 Meter langer Zug aus 17 Kanus, beleuchtet von 300 einzeln anzuzündenden Lämpchen. Sämtliche Akteure, darunter die Drachenboote der Hassia, die Sporttaucher von Grün-Weiß Gießen, die Boote des Marinevereins, DLRG und DRK-Wasserwacht sowie etliche Freizeitpaddler haben sich kaum zu einem Schlussbild versammelt, als auch schon das abschließende Feuerwerk begann.

Entlang der Lahn haben die Besucher am Sonntag verschiedene Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, beim Tretbootfahren, zum Beispiel oder beim Schnupperpaddeln. Sevilay (12) und Kenan (9) sind mit ihrem Vater extra aus Weilburg gekommen, um die Wasserlaufbälle beim Ski- und Kanuclub auszuprobieren. Auf Unterwasser-Entdeckungsreise kann gehen, wer sich zum Lahnfenster begibt. Den sportlichen Abschluss bildet das Kanadierrennen um den Reinhard-Kaufmann-Lahnlust-Pokal am Sonntagnachmittag.

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