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Filialen der Volksbank und der Sparkasse. 

Filialzusammenlegung

Nach Kooperation in Frankfurt: Sparkasse Gießen bezieht Stellung

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Erstmals arbeiten eine Volksbank und eine Sparkasse in Deutschland in größerem Umfang zusammen. Die Frankfurter Volksbank und Taunus-Sparkasse wollen Filialen zusammenlegen, um in der Fläche präsent zu bleiben und gleichzeitig Kosten zu sparen. Wie sieht es in Gießen aus?

Gießen - Die Nachricht, dass die Frankfurter Volksbank und die Taunus-Sparkasse rund 50 ihrer Filialen zusammen legen und künftig gemeinsam 26 Geschäftsstellen betreiben wollen, hat in der vergangenen Woche in der Bankenbranche für Aufsehen gesorgt. Es ist eine bisher einmalige Kooperation. Die Geldhäuser wollen die Standorte jeweils zwei Tage in der Woche besetzen. Immer wenn Volksbank-Mitarbeiter vor Ort sind, leuchte der von außen sichtbare Beratungstresen in der Filiale in Blau. Ist die Sparkasse an der Reihe, leuchte er in Rot.

Auch bei der Sparkasse Gießen waren die Verantwortlichen von der "ungewöhnlichen Zusammenarbeit erstaunt", gibt Vorstand Peter Wolf zu. "Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Reduzierung der Öffnungszeiten", sagt Wolf kritisch. Für die Sparkasse Gießen sei ein solcher Schritt kein Thema. "Wir sehen keine Notwendigkeit, gemeinsam mit anderen Banken mitarbeiterbesetzte Filialen oder SB-Filialen zu führen", betont Wolf. Auch die damalige Entscheidung, in der Bahnhofstraße eine SB-Filiale mit der Volksbank Mittelhessen zu betreiben, habe nach wie vor keine Auswirkung auf zukünftige Planungen.

Gießen: Keine Auskunft von der Volksbank

Wolf und seine Vorstandskollegin Ilona Roth bestreiten auch, dass eine Kooperation, wie sie nun die Frankfurter Volksbank und die Taunus-Sparkasse starten, die eine oder andere Filiale im Netz der Sparkasse Gießen hätte retten können oder in Zukunft retten werde. Zwischen 2016 und 2019 hatte die Bank mehrere Standorte geschlossen oder zu SB-Filialen umgebaut. 

"Wir hatten im Vorfeld unserer Entscheidungen in 2016 unsere Filialen einer detaillierten Analyse des Nutzungsverhaltens unterzogen. Einige Filialen ließen sich nicht mehr wirtschaftlich rentabel führen. Eine Zusammenarbeit mit der Volksbank Mittelhessen hätte dafür auch nicht ausgereicht", sagt Roth. Die Volksbank Mittelhessen, die auch Filialen schloss oder umbaute, wollte sich auf Anfrage nicht zum Thema Filialzusammenlegungen äußern. 

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