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Die Rivers-Halle ist gesperrt.

Rivers-Halle

Hallensperrung erwischt Gießen 46ers kalt - Schelberg: "Wir sind doch kein Murmelclub"

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Technische Mängel in der Gießener Rivers-Halle stellen die Gießen 46ers vor Probleme. Heiko Schelberg kritisiert die "schlechte Kommunikation" der Stadt. 

Gießen - Ein Sieg in fünf Spielen: Die Gießen 46ers stehen am Samstag beim Heimspiel gegen Vechta vor einem wegweisenden Match in der Basketball-Bundesliga. Aber ausgerechnet jetzt ist die Vorbereitung gestört. Zu Wochenbeginn war die Sporthalle am Rand der Rivers Automeile von der Stadt zunächst gesperrt worden, am Donnerstagnachmittag wurde sie wieder freigegeben. 

Bei einer routinemäßigen Begehung war am Montag festgestellt worden, dass es an der Hauptkorbanlage technische Mängel gibt, die eine sofortige Stilllegung erforderten. Am Donnersnachmittag entschied die Stadt dann, die beiden Korbanlagen an die Decke zu ziehen, damit der Trainingsbetrieb zumindest mit den vier, an den Längsseiten angebrachten Körben stattfinden kann.

Gießen 46ers: Schelberg kritisiert Kommunikation der Stadt

"Das ist besser als nichts", kommentierte 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg die Freigabe der Halle. Mit Headcoach Ingo Freyer wollte er am Abend klären, ob diese Bedingungen ausreichen. Von der Sperrung der Halle war das Team zu Wochenbeginn kalt erwischt worden. "Wir haben davon am Dienstagnachmittag durch eine zweizeilige E-Mail der Stadt erfahren. Es gab keinen Anruf und kein Gespräch", sagte Geschäftsführer Heiko Schelberg. Nachdem er einen Beschwerdebrief an die Oberbürgermeisterin geschickt habe, sei gestern mit der Freigabe der Halle reagiert worden. Schelberg: "Das nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis". 

Die von der Stadt zunächst angebotenen Trainingszeiten in den Hallen in Rödgen und Lützellinden seien keine adäquate Alternative. Das Team hätte samt Stab und Material ständig hin- und herfahren müssen. "Jeder, der sich im Profisport auskennt, weiß, wie wichtig es ist, dass eine Mannschaft in ihrem Rhythmus bleibt. Wir befinden uns in einer ganz entscheidenden Phase der Saison", sagte Schelberg. Für die Maßnahmen des Sportamts hat er Verständnis: "Für den Schaden an der Anlage kann die Stadt nichts. Sicherheit geht vor." Er hätte sich nur einen anderen Umgang gewünscht. "Wir sind doch kein Murmelclub. Da hätte ich mir ein persönliches Gespräch gewünscht, um schnell eine Lösung für uns zu finden." 

Gießen: Neue Korbanlage in der Rivers-Halle soll her

Klar ist: Spiele können in nächster Zeit in der Rivers-Halle nicht stattfinden, wovon aber nur der zweite Nutzer, der MTV 1846, betroffen ist. Die Ligaspiele der Männerturner können laut Stadt in anderen Hallen stattfinden. Die beiden defekten Hauptkörbe werden in den nächsten Tagen sicherheitshalber zusätzlich an der Decke befestigt. Da eine Reparatur ummöglich ist, wird eine neue Anlage angeschafft. "Der konkrete Bedarf wird mit den Nutzern abgestimmt", versprach Magistratssprecherin Boje. 

Anders als im Fall der Doppelturnhalle an der "Lio", wo es statische Probleme gibt, droht draußen an der Licher Straße also keine lange Hallenschließung.

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