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60 Prozent der JLU-Angehörigen haben neue Passwörter abgeholt. Die nächste Ausgabe startet am 13. Januar. 

Hacker-Angriff

Uni Gießen: Gute Nachricht nach Hacker-Angriff auf JLU

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Vier Wochen nach dem schweren Hacker-Angriff kann die Uni Gießen aufatmen: Alle Daten sind gerettet. Ab Montag sind Stud.IP, Website und andere Komponenten wieder nutzbar.

Gießen - Gute Nachrichten für Lehrende und Studierende der Justus-Liebig-Universität: Nach zwei Wochen durchgearbeiteter Weihnachtspause wird der Lehrbetrieb in den nächsten Tagen erheblich normalisiert. Das teilte die JLU am Freitag mit. Bis das Internet wieder vollständig zugänglich ist, werde es allerdings noch einige Wochen dauern.

Indirekt bestätigt die Uni die Vermutung, dass sie mit dem frühen Herunterfahren aller Server am 8. Dezember einer Erpressung zuvorkam. Dadurch seien sämtliche wissenschaftliche und Verwaltungsdaten geschützt worden. JLU-Präsident Joybrato Mukherjee sagt: "Unsere Universität ist Opfer einer niederträchtigen kriminellen Attacke geworden. Um die Folgen dieses Cyber-Angriffs so schnell wie möglich zu beseitigen, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hochschulrechenzentrums und in vielen weiteren Teileinrichtungen ihre Weihnachtspause geopfert. Für diesen Einsatz bedanke ich mich sehr."

Uni Gießen: "Niederträchtige Attacke"

Bereits am Montag (6. Januar) soll die Lehrplattform Stud.IP wieder in Betrieb genommen werden. Diejenigen, die sich ihr neues Passwort abgeholt haben, können sich ab Montag einloggen. Veranstaltungsaufzeichnungen werden indes erst später zur Verfügung stehen.

Ebenfalls ab 6. Januar wird die vollständige JLU-Webseite wieder unter www.uni-giessen.de online sein. Allerdings können dezentrale Einrichtungen auf der Homepage zunächst keine Aktualisierungen vornehmen. Bis alle Angaben - etwa zu Rückmeldefristen - auf dem neuesten Stand sind, dürfte es ein paar Tage dauern.

Vor Weihnachten konnte die JLU-Verwaltung rund 60 Prozent der neuen Passwörter ausgeben. Eine weitere Ausgaberunde ist ab 13. Januar vorgesehen; Details dazu werden am 10. Januar bekanntgegeben. Für diejenigen, die keine Möglichkeit haben, ihr Passwort abzuholen - etwa wegen eines Auslandsaufenthalts -, soll mit dem Deutschen Forschungsnetz eine sichere Alternative vorbereitet werden.

Im Laufe der Vorlesungswoche ab 13. Januar sollen auch die digitalen Systeme der Universitätsbibliothek und das Prüfungsverwaltungssystem FlexNow wieder zur Verfügung stehen.

Der Krisenstab der JLU weist darauf hin, dass Lehrende, Studierende und Beschäftigte noch voraussichtlich bis Februar nicht auf alle Daten der internen Windows-Laufwerke (winfiles) werden zugreifen können, "da noch erhebliche strukturelle Schäden zu beheben sind".

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