Stadtverkehr

Gießen: Grünes Licht für neue Stadtbuslinie 15

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Das Regierungspräsidium hat die neue Stadtbuslinie 15 genehmigt und einen Widerspruch des Staufenberger Busunternehmens Erletz abgelehnt. Die Begründung werden viele Busnutzer teilen.

Der Fahrplanwechsel im Gießener Nahverkehr kann kommen: Das Regierungspräsidium hat am Mittwoch einen Antrag der Stadtwerke Gießen AG genehmigt. Diese hatte beantragt, den Stadtverkehr in Gießen unter anderem mit der neuen Linie 15 erweitern zu dürfen. Auf diesem neuen Streckenabschnitt sollen erstmalig die bestehenden Haltestellen Lichtenauer Weg und Wellersburg sowie die neue Haltestelle Burgenring angefahren werden.

Die Haltestellen Lichtenauer Weg und Wellersburg werden bisher ausschließlich durch die von der Firma Erletz Reisen GmbH betriebenen regionalen Linie 371 bedient. Dem Unternehmen ist die Genehmigung für die Linie 371 als eigenwirtschaftlicher Verkehr erteilt. Eigenwirtschaftlich bedeutet, der Verkehr wird auf wirtschaftliches Risiko des Unternehmens und ohne öffentliche Zuschüsse betrieben.

Einnahmeverluste befürchtet

Die Firma Erletz Reisen GmbH hat Einwendungen gegen die Anfahrt der drei Haltestellen erhoben. Sie befürchtet, ihr gehen durch das teilweise konkurrierende Angebot Fahrgäste und somit Einnahmen verloren. Im Entscheidungsprozess nach dem Personenbeförderungsgesetz waren die wirtschaftlichen Interessen der Firma Erletz Reisen GmbH und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Stadtverkehr Gießen gegeneinander abzuwägen.

Erhöhter Bedarf an Bussen

Die Einwendungen wurden nun aus zwei Gründen zurückgewiesen. Einerseits ist im Einzugsbereich der drei Haltestellen, vor allem durch das Neubaugebiet Marburger Straße West, ein erhöhter Bedarf nach öffentlichem Personennahverkehr festzustellen. Andererseits entspricht die bisherige Bedienung durch die Firma Erletz Reisen GmbH nicht ausreichend dem Nahverkehrsplan der Stadt Gießen.

Die Linie 371 ist eine Regionalbuslinie, die auf dem Linienverlauf von Grünberg bis nach Gießen über 60 Haltestellen anfährt. Dies ist auch der Hintergrund, weshalb die möglichen Verluste von Fahrgeldeinnahmen auf der Linie 371 als sehr gering eingeschätzt wurden. Ein konkurrierendes Angebot an nur zwei Haltestellen der Linie kann nach Auffassung des Regierungspräsidiums die Wirtschaftlichkeit der Linie nicht beeinträchtigen.

Der neue Fahrplan gilt ab kommenden Sonntag. Neben der 15 wird mit der 17 eine weitere Stadtbusdlinie eingeführt, die die ebenfalls hochbelastete Linie 1 verstärken soll. Die 17 wird quasi als Innenstadt-1 zwischen Bahnhof und der Haltestelle Sophie-Scholl-Schule unter der Woche unterwegs sein, die 15 auch am Wochenende.

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