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Markus Urich (2.v.l.) und Eyyup Kaya (r.) freuen sich mit Mitarbeitern und Verantwortlichen der Stadt um OB Dietlind Grabe-Bolz (2.v.r.) über die Eröffnung - und den Kamin. FOTO: SCHEPP

Gastronomie

Veränderungen für Schiffenberg-Restaurant in Gießen - Neue Betreiber mit einigen Überraschungen

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Die Gastronomie am Gießener Hausberg Schiffenberg wartet mit neuen Betreibern und neuen Ideen auf. Nun öffnet das Restaurant wieder.

Gießen - Rind aus dem Vogelsberg, Kartoffeln aus Annerod, Forelle aus Münchhausen, Handkäse aus Lauterbach und Wild aus dem Schiffenberger Wald sowie Brot und Kuchen aus der eigenen Backstube. Markus Urich und Eyyup Kaya, die neuen Betreiber des Restaurants auf dem Schiffenberg, setzen auf regionale Küche - und bezahlbare Preise. "Wir haben sogar den Bierpreis gesenkt", betont Urich. Am samstag, 15. Februar, ab 17 Uhr öffnet das Lokal unter der neuen Führung zum ersten Mal für die Öffentlichkeit. Es soll fortan dienstags bis samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet sein, sonntags bereits ab 12 Uhr. "Wir können hochwertig, wir können bodenständig. Dabei ist uns Familienfreundlichkeit wichtig", sagt Urich.

Geladenen Gästen stellten die "Gastropaten", so heißt Urichs und Kayas Unternehmen, das neue Konzept bereits am Donnerstagabend vor. Dazu hatten die neuen Betreiber unter anderem die alten Klostermauern illuminiert. "Wir wollten der Stadt und der Stadthallen GmbH zeigen, wie schön es hier sein kann, wenn man den Schiffenberg beleuchtet". Das Kloster habe viel zu lange im Dunklen gelegen. "Es ist einzigartig, wie der Schiffenberg heute strahlt. Das Areal hat es verdient, besser in Szene gesetzt werden", sagte Urich in seiner Begrüßung in Richtung der Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, die ebenso wie Stadträtin Astrid Eibelshäuser und Stadthallen-Chef Sadullah Gülec unter den Gästen weilte.

Gießen: Viel Arbeit für neue Betreiber am Schiffenberg-Restaurant

Vier Wochen hätten die neuen Betreiber beinahe rund um die Uhr "geschafft, geputzt, gewienert und dekoriert". Nicht nur einmal sei er auf einem Stuhl im Gastraum eingeschlafen, sagte Urich. Deutliches Indiz dafür, dass sich die Arbeit gelohnt hat: Der Kamin im Gastraum ist wieder in Betrieb, nachdem er laut Urich mehr als 20 Jahre nicht mehr angefeuert worden war.

Dies war aber nicht die einzige Neuerung. Urich und Kaya haben es unter anderem geschafft, das Kloster ans Internet anzuschließen. Dazu werde das Signal per Laser aus Pohlheim auf den Berg "geschossen". Es sei wichtig, die alten Mauern mit moderner Technik auszustatten, um auch für Firmenevents und Tagungen interessant zu sein.

Schiffenberg-Restaurant in Gießen: Kamin wieder in Betrieb

Interessant für Gießener Vereine ist eine ganz andere Idee von Urich. Aus den vier ehemaligen Hotelzimmern wird noch im Sommer ein Vereinszimmer entstehen, das die Betreiber ehrenamtlich aufgestellten Gießener Vereinen kostenlos für Sitzungen und Besprechungen zur Verfügung stellen wollen. Der Clou: Für diese Buchungen wird es eine spezielle Vereinskarte "mit sehr moderaten Preisen" geben. Sozusagen als Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder.

Den Biergarten haben die Gastronome auch schon in Planung. "Es wird Hessens schönster", verspricht Urich. Das Plateau vor den Klostermauern werde möbliert und bewirtschaftet. Um den Betrieb am Kiosk flüssiger als zuletzt zu gestalten, führen die Gastropaten mehrere Bestell-Points und ein Pager-System ein, das sich am Tisch bemerkbar macht, wenn das Essen zubereitet ist. Ein Info-System am Fuß des Gießener Hausbergs soll zudem live darüber informieren, ob Restaurant, Biergarten oder Basilika gerade geöffnet sind.

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