Auch an den Rechtswissenschaften stehen die Leihräder bereit. 
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Auch an den Rechtswissenschaften stehen die Leihräder bereit. 

Fahrradverleih

Gießen: Große Veränderung bei Leihrad-System der Uni

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
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Das Fahrradverleihsystem in Gießen boomt: Seit 2018 sind die Nutzerzahlen in die Höhe geschnellt. Damit kann die bis Ende März laufende Pilotphase als Erfolg bewertet werden.

Gießen - In Leipzig bei Nextbike ist die Laune, was Gießen betrifft, blendend. "Wir haben eine tolle Saison in Gießen hinter uns", sagt eine Sprecherin des Unternehmens, das in der Universitätsstadt seit fast zwei Jahren das Fahrradverleihsystem verantwortet. "Im Vergleich von 2018 und 2019 haben wir mit rund 125 000 Fahrten eine Verdreifachung der Ausleihen erzielen können." Beteiligt an dem Projekt sind neben der Justuts-Liebig-Uni Gießen (JLU) auch die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) sowie die Allgemeinen Studierendenausschüsse (AStA). 

War die Uni bisher Hauptvertragspartner mit dem Leipziger Unternehmen, wird ab April der AStA der JLU diese Rolle übernehmen, bestätigt die Uni-Pressestelle auf Anfrage dieser Zeitung. Ziel sei es, das Fahradverleihsystem perspektivisch zu verstetigen.

Gießen: AStA übernimmt Verantwortung bei Leihrädern

Von Anfang an war klar, dass die Uni Gießen nicht bis zum Sanktnimmerleinstag die gesamte Hauptverantwortung als Vertragspartner mit Nextbike tragen wollte. In einer der jüngsten Senatssitzungen war bereits die Rede davon, ob sich der AStA nicht mehr an dem Leihradsystem beteiligen könnte. Wie genau die Vertragspartnerschaft aufgebaut ist, welche Rechten und Pflichten mit der neuen Rolle für den AStA einhergehen, ist nicht bekannt.

Die Vertragspartner wollen zu den konkreten Inhalten keine Auskunft geben. Nur so viel: Die Uni-Pressestelle teilt mit, dass "ein schrittweises Vorgehen zur Übernahme angedacht" sei, um "einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen". JLU, AStA und Nextbike stimmten sich diesbezüglich aktuell ab.

Schrittweise Übergabe geplant

In Gießen stehen an 17 Stationen in den Campusbereichen der JLU und der THM sowie im Bereich des Gießener Bahnhofs insgesamt 360 Sieben-Gang-"Ecobikes" des Betreibers Nextbike bereit; davon 300 Räder in JLU-Blau und 60 in THM-Grün. Mit den Leihrädern wollen die beiden Gießener Hochschulen den Studierenden das Pendeln zwischen den Campusbereichen - erleichtern und die umweltfreundliche Mobilität in der Universitätsstadt fördern.

Die Kosten für die zweijährigen Pilotphase liegen im sechsstelligen Bereich, hatte die Uni zu Beginn der Pilotphase mitgeteilt. Die JLU hatte sie zusammen mit der THM und den Nutzern übernommen. Die Stadt stellt kostenfrei öffentliche Flächen zur Verfügung. Alle Leihräder können von Beschäftigten und Studierenden beider Hochschulen genutzt werden, aber auch von allen anderen Interessierten; etwa zwei Drittel sind JLU-Mitglieder, etwa ein Drittel andere Nutzer. Voraussetzung ist eine Registrierung bei Nextbike. Die Studierenden erhalten über ihren Semesterbeitrag 30 Freiminuten pro Fahrt für die Nutzung der Räder, für alle anderen gelten die normalen Nextbike-Tarife.

Bei der Stadt hatte man schon lange über ein Leihradsystem als Teil eines umweltfreundlicheren Verkehrskonzepts nachgedacht.

Stadt Gießen wartet Bilanz ab

Die Uni hatte aber vor dem Hintergrund der Sanierung des Audimax die Initiative ergriffen. Die Stadt hatte sich dieser angeschlossen und die finanziellen Trägerschaft für 25 rote Räder übernommen. OB Dietlind Grabe-Bolz hatte bei der Übergabe gesagt, die Stadt wolle dazu beitragen, die "dauerhafte Finanzierung des umwelt- und klimafreundlichen Mobilitätsangebots zu sichern". Ob die Stadt auch nach der Pilotphase im Boot ist, hänge von der Resonanz ab. Und die ist groß.

Eine Anfrage beim AStA der Uni Gießen zu den Veränderungen beim Fahrradverleihsystem in der Stadt blieb unbeantwortet.

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