Die Galerie Neustädter Tor in Gießen wird aktuell umgebaut.
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Die Galerie Neustädter Tor in Gießen wird aktuell umgebaut.

Einzelhandel in Gießen

Umbau-Pläne für Galerie Neustädter Tor in Gießen geändert – Auch neuer Mieter steht fest

  • Marc Schäfer
    VonMarc Schäfer
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Die Galerie Neustädter Tor in Gießen ist eine Großbaustelle. An allen Ecken und Enden wird geschafft. Das Gesicht der Mall hat sich erheblich verändert – doch auch die Pläne wurden angepasst.

Gießen – »Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust«, sagt Fabiola Peiniger, die Managerin des Einkaufscenters Galerie Neustädter Tor. Zum einen sei es für ihre Mieter, die Händler, natürlich gruselig, dass die meisten Läden aufgrund der Einschränkungen in der Corona-Pandemie derzeit geschlossen seien, zum anderen sei es für den Fortschritt der umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Mall natürlich von Vorteil. »Wir kommen wesentlich schneller voran.« Die sechs Männer, die in der Rotunde gerade riesige Fliesen verlegen, wird man erst gar nicht nach ihrer Meinung fragen müssen.

Umbau der Galerie Neustädter Tor in Gießen: So ist der Stand der Bauarbeiten aktuell

Die Bauarbeiter haben in der lahnseitigen Rotunde schon ganze Arbeit geleistet. Die hellen Fliesen wirken freundlich, die Lichtspiele sorgen in Verbindung mit blauer Farbe, die zur besseren Orientierung an die Lahnseite erinnern soll, und Naturfarben für eine angenehme Atmosphäre, und die Deckengestaltung, in der die Blätter der Bäume des früheren Oswaldsgarten modern interpretiert aufgenommen werden, ist sehr schön anzusehen. Markant ist natürlich auch der neue Eingang zur Mall, der direkt an die Bushaltestelle zur Neustadt führt. Hier wird sich auch der erste neue Mieter ansiedeln: Ein Gastro-Konzept namens »Schlaraffenland«. Über einen eigenen Zugang wird die Fläche auch außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie, die zukünftig bekanntlich »neustädter« heißen soll, zugänglich sein. Andere neue Mieter sind trotz Umbau noch nicht unter Dach und Fach. Laut Peiniger sei man mindestens für zwei große Flächen aber in guten Gesprächen. Die Bestandsmieter hätten die Krise zudem bisher allesamt gemeistert und würden der Galerie erhalten bleiben. Mehr ist in dieser Pandemie und den dadurch für den Handel erschwerten Zeiten fast nicht zu erträumen.

Umbau der Galerie Neustädter Tor in Gießen: Gastro-Bereich wird vergrößert

Die Corona-Krise, gibt Peiniger unumwunden zu, habe bei Betreiber und Investor aber auch dazu geführt, die Umbaupläne noch einmal genau zu überdenken. Nun ist offiziell, dass der Food-Court im ersten Stock mit Balkon der Pandemie zum Opfer gefallen ist. Statt in den ersten Stock umzuziehen, wird der Gastro-Bereich an Ort und Stelle im Erdgeschoss bleiben, die Fläche wird aber deutlich vergrößert. Aus etwa 120 werden 180 Sitzplätze. Zudem sind vier neue Gastro-Einheiten geplant.

Auch der Haupteingang wird nicht wie geplant umgebaut, sondern bleibt im Kern erhalten. Die im Herbst 2018 vorgestellte neue Fassade aus auffälligem Lochblech wird wesentlich dezenter verändert. »Wir sind drei Schritte zurückgegangen und haben uns die Frage gestellt, was ist wirklich wichtig und was wäre einfach nur schön. Ich bin mit dem dadurch entstanden Konzept wirklich absolut zufrieden«, sagt die Center-Managerin, die bereits seit sechs Jahren für die GNT arbeitet. So lange wie kein Vorgänger. Beim Blick auf die bereits erkennbaren Neuerungen kann man diesen Eindruck teilen. Im dritten Quartel dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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