Mehrere Tote bei Verkehrsunfall auf A5 in Hessen
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Helfer stehen auf der A5 bei Friedberg nach einem Unfall hinter einem Autowrack.

Autobahn 5

Horror-Unfall auf A5: Schwerverletzte 19-Jährige sind außer Lebensgefahr

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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  • Florian Dörr
    Florian Dörr
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Erleichterung im Kreis Gießen: Die beiden jungen Menschen, die den schweren Unfall auf der A5 am Sonntag (19.09.2021) überlebt haben, sind außer Lebensgefahr.

Update vom Donnerstag, 23.09.2021, 13.07 Uhr: Nach dem Unfall mit vier Toten auf der A5 bei Friedberg (Wetterau) sind die beiden schwerverletzten 19-Jährigen außer Lebensgefahr. Das bestätigte die Polizei am Donnerstag (23.09.2021) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Es sei derzeit „nicht mehr mit einem Ableben zu rechnen“, sagte ein Polizeisprecher dazu. Der junge Mann und die junge Frau, die beide aus dem Kreis Gießen kommen, hatten in einem Renault gesessen, als dieser am Sonntagmorgen (19.09.2021) frontal mit einem Opel Astra kollidierte. Ihre beiden Mitfahrer starben noch auf der Autobahn, der 33-jährige mutmaßliche Falschfahrer am Steuer des Opels starb später in einer Klinik. Zwei andere Autos waren in den Unfall verwickelt. Auch ein 68-jähriger Autofahrer kam ums Leben, ein 52-Jähriger erlitt leichte Verletzungen.

Horror-Unfall auf A5: Mehrere Tote und lebensgefährlich Verletzte aus dem Kreis Gießen

Update vom Montag, 20.09.2021, 16 Uhr: Der Gesundheitszustand der beiden 19-Jährigen, die bei dem schweren Unfall auf der A5 bei Friedberg am Sonntagmorgen (19.09.2021) schwerstverletzt wurden, ist weiterhin unverändert. Das teilte die Wetterauer Polizei am Montagnachmittag (20.09.2021) mit. Ob noch akute Lebensgefahr besteht, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Die junge Frau und der junge Mann hatten in einem Renault gesessen, der zwischen Friedberg und der Raststätte Wetterau frontal mit einem entgegenkommenden Opel Astra kollidiert war. Die beiden anderen Insassen des Renaults starben noch an der Unfallstelle.

Der 33-jährige Fahrer des Opel Astra soll als Falschfahrer den tödlichen Unfall verursacht haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung deutlich machten. Der Mann aus dem Kreis Gießen habe gegen 04.40 Uhr die Fahrbahn in Richtung Kassel genutzt, um nach Süden zu fahren – statt wie vorgesehen nach Norden. Wie es dazu kommen konnte, blieb zunächst unklar. Nahe Friedberg ereignete sich schließlich der Frontalzusammenstoß, der katastrophale Folgen hatte. Nach dem ersten Crash fuhren zwei weitere Autos in die Unfallstelle: Ein zweiter Opel und ein Aston Martin. Der 68-jährige Fahrer des anderen Opels starb ebenfalls noch auf der A5. Der 52-jährige Fahrer des Aston Martins erlitt leichte Verletzungen.

Weitere Angaben zum Unfallgeschehen seien noch nicht möglich, teilte die Polizei mit. Sie bedankte sich in ihrem Schreiben bei allen Ersthelfern, „die sich dieser belastenden Situation gestellt haben“. Ein Krisenteam habe sie und andere Zeugen auf der Raststätte Wetterau betreut. Nun sind weitere Augenzeugen gefragt. Wer hat den Verkehrsunfall beobachtet? Wer kann Angaben zu dem falsch fahrenden Opel Astra machen? Hinweise erbittet die Polizeiautobahnstation Mittelhessen unter der Telefonnummer 06033/7043-5010.

Horror-Unfall auf A5: Drei Tote aus dem Kreis Gießen - Zwei waren noch Teenager

Erstmeldung vom Montag, 20.09.2021, 06.25 Uhr: Gießen/Friedberg - Bei dem schweren Unfall am Sonntag (19.09.2021) auf der A5 bei Friedberg sind vier Menschen gestorben. Weitere wurden nach letzten Angaben der Polizei vom Sonntagabend lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe des Horror-Crashs sind noch nicht abschließend geklärt: „Wie es zu dem Zusammenstoß kam und, ob ein gemeldeter Falschfahrer kurz vor dem Unfall damit in Zusammenhang steht, sollen die Untersuchungen eines beauftragten Sachverständigen ergeben“, heißt es bei den Ermittlern.

Sicher ist jedoch: Das Unglück auf der A5 bei Friedberg hat auch im Landkreis Gießen große Lücken gerissen. Denn unter den vier Toten sind nach Angaben der Polizei drei Menschen aus Gießen und den umliegenden Kommunen. Bei der Kollision von insgesamt vier Pkw verloren eine 18-Jährige, ein 19-Jähriger und ein 33-Jähriger aus dem Landkreis Gießen ihr Leben. Ebenso verstarb ein 68-Jähriger aus Frankfurt.

Tödlicher Unfall auf der A5 bei Friedberg: Auch Schwerverletzte aus dem Kreis Gießen

Auch unter den Schwerverletzten, die der schwere Unfall auf der A5 bei Friedberg forderte, sind Menschen aus der Region: Eine weitere 19-Jährige und ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Gießen wurden mit lebensbedrohlichen Verletzungen in Krankenhäuser verbracht. Ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Ob die Gießener zum Unfallzeitpunkt in einem Auto unterwegs waren, das geht aus den übermittelten Informationen der Polizei nicht hervor.

Die A5 rund um die Unfallstelle glich am Sonntag einem Trümmerfeld: Über mehrere hundert Meter verteilten sich herumliegende Fahrzeugteile. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden an. Die Autobahn wurde zeitweise in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt.

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