Ankunft der früheren Moria-Bewohner in Hannover.
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Ankunft der früheren Moria-Bewohner in Hannover.

Abgebranntes Flüchtlingscamp

Erste jugendliche Flüchtlinge aus Lager Moria in Gießen angekommen

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
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Das Jugendamt der Stadt Gießen hat die erste beiden minderjährigen Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager Moria aufgenommen. Weitere könnten folgen.

Gießen (mö). Das Jugendamt der Stadt Gießen hat zwei Jugendliche aufgenommen, die bis vor einigen Wochen im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gelebt haben. Dies hat die Stadt am Donnerstag bestätigt. Die beiden 17-jährigen Jungen aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan gehörten zu einem Flug mit insgesamt fast 140 Flüchtlingen, der am Mittwoch in Hannover gelandet war. Dort waren die beiden Jugendlichen von Vertretern des Gießener Jugendamts und des Caritas-Verbands abgeholt worden. Corona-Tests bei ihnen waren negativ, trotzdem sollen sie zunächst unter Quarantäne gestellt werden.

Nach dem Brand des Lagers Moria auf Lesbos hatten zehn deutsche Oberbürgermeister, darunter Gießens Rathauschefin Dietlind Grabe-Bolz, Hilfe angeboten und ihre Bereitschaft erklärt, Kinder und Jugendliche, die sich ohne die Eltern auf die Flucht begeben haben, aufzunehmen. Grabe-Bolz bot für Gießen kurzfristig die Aufnahme von 15 bis 20 Jugendlichen an, die in Wohngruppen des Gießener Caritas-Verbands aufgenommen werden könnten.

Die Stadt geht davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere Jugendliche aus Moria in Gießen untergebracht werden. »Wann sie kommen werden und wieviele es sein werden, wissen wir nicht«, sagte Stadtsprecherin Claudia Boje. Bund und Länder hätten sich auf einen Schlüssel für die Verteilung von früheren Moria-Bewohnern verständigt.

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