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Erstmalige Hilfestellung für Radfahrer in Gießen: Haltegriffe an den Ampelmasten des verlegten Überwegs Goethestraße/Ludwigstraße. FOTO: SCHEPP

Vorrang für Radler

Gießen: Erster Schritt zur Fahrradstraße

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Die Stadt baut den Fußgängerüberweg Ludwigstraße vor dem Uni-Hauptgebäude um. Neu sind Detektoren und Haltegriffe an den Ampeln.

Gießen(mö). Eingerichtet werden die ersten drei Gießener Fahrradstraßen in der Goethestraße, Lonystraße und Löberstraße erst im kommenden Frühjahr, aber die Arbeiten haben schon begonnen. In der Ludwigstraße laufen seit geraumer Zeit am viel frequentierten Fußgängerüberweg Umbauarbeiten. Der Übergang wird etwas Richtung Ludwigsplatz verlegt und die Ampelschaltung mit Detektoren gesteuert.

Dadurch soll Radfahrern ermöglicht werden, den Überweg zu passieren ohne anhalten zu müssen. Bei Annäherung an die Ludwigstraße senden die Detektoren ein Signal an die Ampel, die für den Autoverkehr auf Rot und für Fußgänger und Radfahrer auf Grün schaltet. Eine solche "Rad-Detektion" gab es bis zum Umbau zum Beispiel zur Querung der Licher Straße auf Höhe des Penny-Markts. Mit der Verlegung des Überwegs um einige Meter soll eine gerade Fahrspur gewährleistet werden; bislang liegt der Überweg nicht direkt in der Flucht der Goethstraße.

Füße bleiben auf dem Pedal

Die neuen Masten stehen bereits, seit einigen Tagen funktionieren auch die neuen Ampeln, die Detektion ist aber offensichtlich noch nicht in Betrieb. Zusätzlich sind die Ampeln mit Drückfunktion ausgerüstet worden. Eine in Gießen bislang einmalige Hilfestellung stellen die Griffe dar. Dort können sich Radfahrer bei Rot festhalten, ohne die Füße vom Pedal zu nehmen. Vor allem Sportradler, die mit ihren Schuhen fest mit dem Pedal verbunden sind und ungern "aussteigen", werden diesen Service dankbar annehmen.

Richtig losgehen mit der Einrichtung der drei Fahrradstraßen wird es im Frühjahr. Dann wird die Goethestraße im Abschnitt Löberstraße/Ludwigstraße zur Sackgasse; Pkw können dann nicht mehr - wie jetzt noch - im Bereich des Überwegs ein- und ausfahren. Im Abschnitt zwischen der Stephanstraße und der Gnauthstraße wird die Goethestraße in Fahrtrichtung Süden zur Einbahnstraße. Für Autos soll eine Abbiegemöglichkeit nach links zum Schiffenberger Weg/Nahrungsberg/Aulweg geschaffen werden. In den Fahrradstraßen darf aus Sicherheitsgründen nur noch auf einer Straßenseite geparkt werden. Im Abschnitt der Goethestraße zwischen der Lonystraße und der Gnauthstraße fallen rund 30 Parkplätze weg, unter anderem die bislang in Schrägaufstellung angeordneten. Die Schrägaufstellung der Parkplätze in der Lonystraße bleibt vorerst, könnte aber im Zuge der Umsetzung des Projekts "Grüner Anlagenring" einer Längsaufstellung weichen.

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