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In Wieseck gibt es bald einen Spätkauf.

Neuer Laden

Gießen: Eröffnung von Spätkauf sorgt für Ängste - Polizei äußert sich

  • Kays Al-Khanak
    VonKays Al-Khanak
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Ein neuer „Späti“ im Gießener Stadtteil Wieseck löst Diskussionen aus. Bewohner fürchten nächtliche Ruhestörungen.

Gießen-Wieseck – Als Wolfgang Bellof auf den neuen Spätkauf an der Kreuzung Alte Schulstraße, Philosophenstraße und Gießener Straße angesprochen wird, muss er erstmal durchatmen. Nicht, dass er etwas dagegen hätte, dass hier ein Laden eröffnet. Aber gerade an diesem Ort berichten Wiesecker immer wieder über nächtlichen Ärger. Vielleicht sagt der Ortsvorsteher deshalb: »Dagegen kann man nichts sagen, solange sich an die Regeln gehalten wird.«

Der Spätkauf - oder auch Späti genannt - ist vor allem in Großstädten wie Berlin weit verbreitet. Aber auch in Gießen gibt es mittlerweile mehrere solcher Läden. Kunden können hier außerhalb der üblichen Öffnungszeiten einkaufen. Meist gibt es Getränke, Tabakwaren und Snacks, aber auch einige Dinge des täglichen Bedarfs.

Gießen: Wiesecker fürchten durch neuen Späti „schwierige Ecke“

Manche Wiesecker haben vor allem wegen der Öffnungszeiten Bedenken. Denn gerade nachts, sagt ein Mann, würde der Platz gegenüber der Eisdiele bereits jetzt zum geräuschvollen Treffpunkt. Hinzu kämen immer wieder Beschwerden von Anwohnern über die Lautstärke in der nebenan befindlichen Sportsbar. Der Lottobetrieb sei dort erlaubt, sagt Ortsvorsteher Bellof, aber nicht der Barbetrieb.

Gießen-Wieseck: Polizei registriert Ruhestörungen

Wenn nun ein Späti hier auch nachts geöffnet hat, könnte hier »eine schwierige Ecke« entstehen, lautet die Sorge eines Wieseckers. Für Bellof hingegen ist die Sache klar: Hier gab es lange Zeit einen Kiosk, das Gewerbe sei angemeldet worden, also führe auch an der Eröffnung des Spätis kein Weg vorbei.

Die Polizei hat in den vergangenen Wochen lediglich eine Ruhestörung in diesem Bereich registriert. Ein Sprecher empfiehlt, in solchen Fällen die Polizei zu rufen. Dem Ordnungsamt der Stadt liegen keine Beschwerden vor, teilt die Pressestelle auf Anfrage mit. »Wir werden die Entwicklung aber im Auge behalten.« (khn)

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