Silvesterfeuerwerk, so weit das Kameraauge vom Hoherodskopf bis Frankfurt reicht: Das spektakuläre Leserinnenfoto hat Astrid Hall beim Jahreswechsel 2017/18 aufgenommen.
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Silvesterfeuerwerk, so weit das Kameraauge vom Hoherodskopf bis Frankfurt reicht: Das spektakuläre Leserinnenfoto hat Astrid Hall beim Jahreswechsel 2017/18 aufgenommen.

Silvester-Feuerwerk

Gießen: Entscheidung nach heiß diskutiertem Feuerwerk-Vorstoß

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
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In Gießen darf auch beim nächsten Jahreswechsel nach Herzenslust geballert werden. Das Stadtparlament hat einem Feuerwerk-Verbot einen Riegel vorgeschoben.

Gießen - "Von mir aus könnte man das Geknalle sein lassen", "Ich brauch’s nicht". Aussagen von zwei Stadtverordneten am Dienstagabend, die im Foyer vor dem Sitzungssaal zusammenstanden. Drinnen war es zuvor aber nicht um persönliche Meinungen gegangen, sondern um die Frage, ob man das Silvester-Feuerwerk verbieten kann und sollte. 

Gießen: Keine Rechtsgrundlage für Verbot von Feuerwerk

Am Ende der halbstündigen Debatte im parlamentarischen Umweltausschuss stand ein klares Ergebnis: Außer der Gießener Linken, die beantragt hatte, dass an Silvester in Gießen nur noch an ausgewählten Stellen ein Feuerwerk gezündet werden darf, lehnten alle anderen Fraktionen eine derartige Einschränkung ab. Einer Diskussion über das Für und Wider der Knallerei hatte der Magistrat gleich zu Beginn die Grundlage entzogen. "Sicherlich gibt es Gründe, auf das Feuerwerk zu verzichten, aber wir haben keine Rechtsgrundlage für ein Verbot", sagte Bürgermeister Peter Neidel (CDU).

Eine Initiative der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hatte in den letzten Tagen eine bundesweite Debatte über die Knallerei an Silvester ausgelöst. Die DUH hat in fast 100 deutschen Städten, in denen der Empfehlungs-Jahresmittelwert der Weltgesundheitsorganisation WHO von 20 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft 2018 überschritten wurde, Anträge auf ein Verbot der Silvesterknallerei gestellt. Mit einem Jahresmittelwert von 22 Mikrogramm zählt Gießen zu diesen Städten.

Der Empfehlungswert der WHO ist freilich kein gesetzlicher Grenzwert. Der liegt beim Feinstaub bei 50 Mikrogramm (Tagesmittelwert) und darf maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. In diesem Jahr ist dieser Grenzwert in Gießen bislang nur an drei Tagen überschritten worden. "Es gibt keine allgemeine Rechtsgrundlage für ein Verbot. Das weiß die Umwelthilfe auch", bekräftigte Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) die Rechtsauffassung der Stadt. 

Gießen: Feuerwerk nur da verbieten, wo Sicherheit gefährdet ist

Verbieten könnte man das Feuerwerk nur in Bereichen, wo die Sicherheit gefährdet wäre. Weigel-Greilich nannte die Oberstadt in Marburg und den Domplatz in Limburg als Beispiele, wo an Silvester nicht geknallt werden darf. "Ich sehe keinen Platz in Gießen, wo das in Frage kommt", meinte die Stadträtin.

Für die antragstellende Fraktion Gießener Linke hatte die Stadtverordnete Martina Lennartz zuvor die bekannten Argumente gegen das Silvester-Feuerwerk aufgezählt: Hohe Konzentrationen des gesundheitsschädlichen Feinstaubs in der Luft, schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper, die giftigen Rückstände, die ins Grundwasser gelangen, die Qual für die Haustiere. Lennartz: "Wir wissen auch, dass man das Feuerwerk nicht komplett verbieten kann, aber einschränken sollte man es."

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