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Über den Dächern von Lich gab es die ersten 11 000 Euro für die Tour der Hoffnung von der Licher Brauerei (v. l.): Karsten Koch, Petra Behle und Gerhard Becker (TdH) sowie Holger Pfeiffer Ulrich Peters und Peter Staub (Licher).

Radeln für krebskranke Kinder

Gießen: Die Tour der Hoffnung bleibt im Sattel

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Der Minitour vom vergangenen Jahr folgt 2021 die »Kleine Tour der Hoffnung«. Auf 90 Kilometern rund um Gießen wollen die Männer und Frauen in den grünen Trikots am nächsten Samstag mindestens eine Viertelmillion Euro für krebskranke Kinder sammeln und Corona erneut trotzen.

Gießen – Eine schönere Kulisse, um eine positive Botschaft zu überbringen, gibt es kaum. Auf der Terrasse der Hardtberggärten in der Licher Brauerei mit Blick auf die Altstadt trotzen am Freitagvormittag die Macher und Unterstützer der Tour der Hoffnung der Corona-Pandemie. Aus den Worten von Schirmherrin Petra Behle spricht der Ehrgeiz einer Hochleistungssportlerin. »Dass wir fahren, ist ein wichtiges Zeichen. Wir wollen wieder nach vorne und müssen da jetzt durch«, betont die frühere Weltklasse-Biathletin und Olympiasiegerin zum Abschluss der Pressekonferenz.

Nur knapp eine Stunde brauchen Tour-Organisator Gerhard Becker, der Sportliche Leiter Karsten Koch, Schirmherrin Behle und Gastgeber Holger Pfeiffer von der Licher Brauerei, um die wegen Corona erneut abgespeckte Tour zu präsentieren. Nach der spontanen Minitour im vergangenen September soll es in diesem Jahr mit einer »Kleinen Tour« schon etwas mehr werden. 90 Kilometer wollen 55 eingeladene Radler am kommenden Samstag rund um Gießen unter die Räder nehmen, Start und Ziel sind die Stadtwerke, auf der Strecke mit Stationen in Heuchelheim, Wetzlar, Fronhausen, Ruttershausen, Lollar, Steinbach und Gießen sind neun Spendenstopps geplant, weitere Spenden soll es am Abschlussabend in der Heuchelheimer Marktschänke geben. »250 000 Euro plus x« gibt Cheforganisator Gerhard Becker als Zielmarke aus. 2020 kamen trotz der Absage der großen Tour eine halbe Million Euro zusammen - normal sind es um die zwei Millionen -, aber man müsse berücksichtigen, dass Firmen, Kommunen, Vereine und ehrenamtliche Institutionen, die das Spendenergebnis der TdH tragen, ein hartes Jahr hinter sich haben, dämpft Becker höhere Erwartungen.

Die ersten 11 000 Euro kann die Tour aus Lich mitnehmen. 7000 Euro übergeben die Geschäftsführer Holger Pfeiffer und Ulrich Peters für das Unternehmen, weitere 4000 Euro Peter Staub für die Belegschaft. Diese Summe war bei innnerbetrieblichen Flohmärkten zusammengekommen, bei denen ausrangierte Merchandising-Produkte verkauft wurden. »Ich finde das ganz toll, dass Licher uns in der ganzen Breite der Mitarbeiterschaft unterstützt«, freut sich Behle.

Tour der Hoffnung: „Nachhaltiges“ Engagement aus der Region Gießen

Der traditionelle Empfang der Tour auf dem Brauereihof mit 800 Zuschauern sei in Zeiten von Corona »nicht darstellbar«, sagt Pfeiffer. Dass das Engangement der Brauerei für die TdH trotz eigener Einbußen infolge der Schließung von Gastronomie und Absage großer Volksfeste »nachhaltig« ist, unterstreichen die Spendenschecks.

Organisator Becker verkündet zudem, dass die Tour mit den Unternehmen Erletz (Lollar) und Seidel (Fronhausen) sogar neue Unterstützer gewonnen hat. 2022 soll eine zweitätige Tour stattfinden, heißt es weiter.

Das Einfahren der Ernte am Samstag wird wohl schweißtreibend, so geht es erst nach Hohensolms und später nach Oberwalgern hinauf. »Diesmal wird richtig Rad gefahren«, kündigt Karsten Koch schmunzelnd an.

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