RKI-Präsident Lothar H. Wieler
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RKI-Präsident Lothar H. Wieler

Schwerpunkt Corona

Uni Gießen: RKI-Chef Lothar Wieler hält Vortrag über Corona für die JLU

  • Karen Werner
    vonKaren Werner
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Großer Name an der Justus-Liebig-Universität in Gießen: Mit Lothar H. Wieler vom Robert Koch-Institut eröffnet einer der Top-Wissenschaftler des Landes die Ringvorlesung zum Thema Corona.

Gießen (kw). Er gehört zu den prominentesten Corona-Erklärern der Nation. Am 16. November eröffnet Lothar H. Wieler die Ringvorlesung an der Justus-Liebig-Universität. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts hält einen Vortrag über seine Institution als »zentraler Akteur in der SARS-CoV-2-Pandemie«. Wegen eben jener Seuche ist die Teilnahme nur per Livestream möglich.

Die ganze Vortragsreihe unter dem Titel »Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden« befasst sich mit Corona. Das kündigte JLU-Präsident Joybrato Mukherjee in der Sitzung des Senats an. Insgesamt sprechen fünf hochkarätige Fachleute (über Details berichtet die GAZ demnächst).

Robert Koch-Institut: Wieler eröffnet die Ringvorlesung an der Uni Gießen

»Das neue Normal ist Ungewissheit«: So umschreibt Mukherjee, dass sich die Uni für längere Zeit auf schwierige und dynamische Rahmenbedingungen einstellen muss. Die JLU habe eine »Vorbildfunktion« und besondere Verantwortung für die ganze Stadt und Region. Vor allem wird digital gelernt im »Hybridsemester«, das am 2. November beginnt. Bereits am 19. Oktober startet die Studieneinführung, ebenfalls größtenteils digital. In kleineren Präsenzveranstaltungen sollten Anfänger aber dennoch die Gelegenheit bekommen, ein »Universitätsgefühl« zu entwickeln, erläuterte Vizepräsidentin Verena Dolle.

Die Zahl der Erstsemester lasse sich wegen veränderter Bewerbungsverfahren - auch hier: digital wegen Corona - noch nicht verlässlich prognostizieren, sagte Mukherjee. Das Präsidium rechne mit einer ähnlichen Größenordnung wie im Jahr zuvor, als über 6500 junge Menschen ihr Studium an der JLU begannen. Dazu trage der große Erfolg des Online-Programms für Austauschstudierende bei. 600 Ausländer haben sich beworben, 470 eingeschrieben.

Uni Gießen: Langes Warten am Telefon

Im Frühjahr mussten Dozenten ihre Seminare und Vorlesungen auf den Computer verlagern. Diesen »Sprung« wolle die Universität würdigen mit einem Preis für gelungene digitale Lehre im Sommersemester 2020, erklärte Dolle. Die besten Beispiele sollten allen helfen, diese Formate weiterzuentwickeln.

Dolle berichtete zudem von langen Warteschleifen bei der Telefon-Hotline »Call Justus«. Der Krankenstand beim Personal sei hoch. Mukherjee dankte allen, die wegen Corona zusätzliche Aufgaben stemmen, und hob drei Gruppen hervor: Examenskandidaten; die Beteiligten an Begutachtungen unter ungewohnten Umständen; und Medizinprofessoren, die in Medien über Corona informieren, namentlich Susanne Herold, John Ziebuhr und Friedemann Weber.

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