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Die alten Heyligenstaedt-Hallen (l.) sollen abgerissen werden. 

Neue Pläne

Bekannter Unternehmer kauft ehemaliges "Gate 5" in Gießen - Pläne für Gelände

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Der Unternehmer Wolfgang Lust hat einen weiteren Teil des Heyligenstaedt-Geländes gekauft. Bevor er seine Pläne dort verwirklichen kann, muss ein größerer Abriss erfolgen.

Gießen (mac). Seit fast 17 Jahren stehen sie weitgehend leer, jetzt sollen die Hallen des ehemaligen Heyligenstaedt-Industriekomplexes im Aulweg, in denen von 1999 bis 2003 die Freizeitgastronomie "Gate 5" untergebracht war, abgerissen werden. Das bestätigte der heimische Unternehmer Wolfgang Lust auf Anfrage dieser Zeitung. Lust ist seit kurzem der neue Geschäftsführer der "GfK - Heyligenstaedt Gewerbepark GmbH", die in Besitz des etwa 9000 Quadratmeter großen Geländes ist, auf dem u.a. die alten Werkshallen stehen.

Lust hat sich in der Stadt als Projektentwickler einen Namen gemacht, indem er ungenutzte Baudenkmäler wieder zum Leben erweckt hat. Zuletzt hatte er mit der liebevollen Sanierung des Alten Schlachthofs für Aufsehen gesorgt. Bereits 2012 hatte der Lahnauer einen Gebäudekomplex auf dem Heyligenstaedt-Areal erworben, in dem heute das gleichnamige Hotel und Restaurant untergebracht ist.

Über seine Pläne mit dem neuen Gelände wollte Lust am Montag noch nicht allzu viel verraten, da er sich noch in Abstimmungsgesprächen befinde. Sicher sei bisher nur, dass das benachbarte Hotel erweitert werde und die sich auf etwa 6000 Quadratmeter erstreckenden Hallen abgerissen werde. "Neben der Hotelerweiterung haben wir auch noch ein paar andere Dinge vor. Es werden Neubauten für eine gewerbliche Nutzung entstehen", sagte Lust. Die Industriehallen stehen nicht unter Denkmalschutz. "Es gibt auf dem Gelände nur ein Gebäude, das denkmalgeschützt ist. Das werden wir natürlich erhalten", betont Lust.

Vorbesitzer des entsprechenden Heyligensaedt-Geländes war der Bad Homburger Sven Rothenberger, der sich mit seinem Unternehmen a.a.a. im Jahr 2018 auch eine Option zum Kauf der Alten Post am Bahnhof gesichert hatte, dann aber vom Kaufvertrag zurückgetreten war.

Bis 2003 hatte das Freizeitprojekt "Gate 5" vor allem Familien angelockt. Wegen nicht erfüllter Lärm- und Brandschutzauflagen hatte die Stadt damals aber die Genehmigung für Großveranstaltungen verweigert. Diese seien nach Ansicht der Betreiber aber notwendig gewesen, um die Location wirtschaftlich zu betreiben. Auch habe es immer wieder Beschwerden wegen Lärmbelästigung bei kleineren Veranstaltungen gegeben. Nach der Schließung 2003 nutzte das Autoforum Mittelhessen die Fläche für eine Präsentation eines Neuwagens. Es dürfte die letzte Großveranstaltung in den Hallen bleiben.

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