Claudia Mühlhans zeigt "Shiny Dreams Of Evolution" in der Sparkassenzentrale. FOTO: BF
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Claudia Mühlhans zeigt "Shiny Dreams Of Evolution" in der Sparkassenzentrale. FOTO: BF

Getragen von Träumen

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Gießen(bf). Man hat in der Stadt lange nichts mehr von ihr gesehen, aber jetzt ist Claudia Mühlhans zurück im Geschehen mit "Shiny Dreams of Evolution". Sie zeigt in der ersten Ausstellung der Sparkasse nach Beginn der Krise eine große Auswahl aktueller Bilder im Foyer. Am Donnerstag war Eröffnung.

Ilona Roth, Vorstandsmitglied der Sparkasse, begrüßte nur wenige Gäste, ansonsten wäre eben gar nichts möglich gewesen: "Wir haben lange überlegt, und sorgfältig abgewogen, da wir alle anderen Events bis Oktober abgesagt haben", sagte sie, "aber wir haben immer viel in Kunst und Kultur investiert und wollen eine Plattform für die Menschen der Region sein."

Die 36 Arbeiten in kleinen bis sehr großen Formaten verändern die Szenerie des nüchternen Foyers nachdrücklich. Mühlhans, Jahrgang 1953 stammt aus Halle, wuchs jedoch in Gießen auf und machte an der Ricarda-Huch-Schule Abitur. Sie lebt als freie Malerin und Schriftstellerin in Gießen. Mühlhans veröffentlichte auch einen Roman sowie Gedichte und Kurzgeschichten.

Laudator Peter Merck sah in den Arbeiten "Gemalte Gedanken, die sich in den Bildern verbergen" und sprach die "vordergründig heile Welt" in den Arbeiten an, ein typischer Aspekt der Arbeit von Mühlhans. Zuweilen grundierten "Vergänglichkeit und Melancholie die Bilder, denn die Welt von Claudia Mühlhans ist nicht gradlinig." Ihr Werk sei "getragen von Träumen" würdigte er die poetische Ader der Künstlerin. An erster Stelle stehe die Einfachheit, sagte Merck, und tatsächlich sind diese Bilder nicht schwer zugänglich.

Neben Malerei und Aquarell finden sich zeichnerische, textorale und Scherenschnittelemente in den oft collagierten Arbeiten, Mischtechniken reinsten Wassers also. Doch so geschickt und konsequent Mühlhans diese Techniken anwendet, behält sie doch stets ihren Erzählduktus im Auge. Dabei sind ihre Bilder, egal in welchem Format, an ihrer Handschrift nicht immer einfach zu erkennen. Es ist eine sehr anregende Schau. Zu sehen noch bis zum 28. Oktober im Foyer der Sparkasse in der Johannesstraße zu den üblichen Öffnungszeiten.

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