Geschlechterreise im Tonstudio

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Als Thomas Kupka vom Stadttheater beauftragt wurde, seine Theaterfassung von Virginia Woolfs Roman "Orlando" zu inszenieren, da hatte er auch gleich eine Wunschbesetzung. Carolin Weber sollte die Figur Orlandos spielen, aber nicht als das androgyne Wesen, als das sie spätestens seit der Verfilmung mit Tilda Swinton bekannt ist. Davon berichtete der Regisseur nun im Vorabgespräch. Weber war es auch, die mit ihrem Satz "Orlando kann man nicht spielen", Kupka den Anstoß gab, die Reise durch Jahrhunderte und Geschlechter aus anderer Sicht zu beleuchten. Und so wird er in seiner Inszenierung, die am Samstag, 23. Februar, im Großen Haus Premiere hat, zwar den wichtigsten Handlungsstationen des Romans folgen, aber mit der Lebensgeschichte Virginia Woolfs eine zusätzliche Realitätsebene ins Spiel bringen: ihr Leben und Arbeiten im Ausnahmezustand, ihre Liebesgeschichte mit Schriftstellerkollegin Vita Sackville-West, ihre Arbeit als Schriftstellerin und Verlegerin. Als Rahmenhandlung dient die Aufnahme des "Orlando"-Textes in einem Tonstudio (Bühne: Thomas Krupa). Hier treffen Virginia (Weber), ihr Mann Leonard (Tom Wild) und Vita (Paula Schrötter) aufeinander. Tänzerin Mamiko Sakurai wird als Virginia II die Gemütszustände Woolfs ausdrücken und hat die Choreografie für das Ensemble übernommen. Musiker Mark Polscher hat Musik zwischen barockem Cembalo und moderner Verzerrung komponiert und Kostümbildnerin Monika Gora will "Sinnlichkeit produzieren", fernab von Travestie.

Als Thomas Kupka vom Stadttheater beauftragt wurde, seine Theaterfassung von Virginia Woolfs Roman "Orlando" zu inszenieren, da hatte er auch gleich eine Wunschbesetzung. Carolin Weber sollte die Figur Orlandos spielen, aber nicht als das androgyne Wesen, als das sie spätestens seit der Verfilmung mit Tilda Swinton bekannt ist. Davon berichtete der Regisseur nun im Vorabgespräch. Weber war es auch, die mit ihrem Satz "Orlando kann man nicht spielen", Kupka den Anstoß gab, die Reise durch Jahrhunderte und Geschlechter aus anderer Sicht zu beleuchten. Und so wird er in seiner Inszenierung, die am Samstag, 23. Februar, im Großen Haus Premiere hat, zwar den wichtigsten Handlungsstationen des Romans folgen, aber mit der Lebensgeschichte Virginia Woolfs eine zusätzliche Realitätsebene ins Spiel bringen: ihr Leben und Arbeiten im Ausnahmezustand, ihre Liebesgeschichte mit Schriftstellerkollegin Vita Sackville-West, ihre Arbeit als Schriftstellerin und Verlegerin. Als Rahmenhandlung dient die Aufnahme des "Orlando"-Textes in einem Tonstudio (Bühne: Thomas Krupa). Hier treffen Virginia (Weber), ihr Mann Leonard (Tom Wild) und Vita (Paula Schrötter) aufeinander. Tänzerin Mamiko Sakurai wird als Virginia II die Gemütszustände Woolfs ausdrücken und hat die Choreografie für das Ensemble übernommen. Musiker Mark Polscher hat Musik zwischen barockem Cembalo und moderner Verzerrung komponiert und Kostümbildnerin Monika Gora will "Sinnlichkeit produzieren", fernab von Travestie.

In ihrem 1928 erschienenen Roman lässt Virginia Woolf ihre Hauptfigur als Mann im 16. Jahrhundert auf die Welt kommen. Er durchlebt beinahe vier Jahrhunderte und vier verschiedene Lebensentwürfe, ohne zu altern. Und verwandelt sich in eine Frau.

Einführungsvorträge

Dramaturgin Carola Schiefke wird vor jeder Vorstellung (außer der Premiere) jeweils um 19 Uhr im Foyer einen kurzen Einführungsvortrag halten. Dort gibt es Hintergrundinformationen zu Woolf und ihrem Roman "Orlando". Weitere Vorstellungen sind am 1. und 22. März, 20. April, 3. und 26. Mai sowie am 8. und 27. Juni.

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