"Erstunken und erlogen"

Geschichtenpaten für Waisenkannen

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Gießen (pm). Am Donnerstag, 4. Juli, ist es wieder so weit: Der internationale Gießkannentag, ausgerufen vom Gießener Gießkannenmuseum, steht vor der Tür und wartet darauf, gefeiert zu werden. In diesem Jahr ruft das Museumsteam dazu auf, neben dem Umtrunk ab 18 Uhr im Museum in der Sonnenstraße 3 auch einer ganz besonderen Aktion beizuwohnen: "Geschichtenpaten für Waisenkannen".

Der Hintergrund: Das Gießkannenmuseum sammelt seit 2011 neben neuen wie altgedienten Gießgeräten auch deren Geschichten. Ob Berichte aus einem langen Arbeitsleben, abenteuerliche Bergungssaga oder skurrile Erwerbgeschichte - alle mitgelieferten Erzählungen werden akribisch archiviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Nun geschieht es aber immer wieder, dass Kannen anonym ins Gießkannenmuseum eingeliefert werden, ohne jeglichen Hinweis über Herkunft oder Vergangenheit des Objektes. Allein ihr Erscheinungsbild kann somit in der Kartei verzeichnet werden, traurig karg scheint ihr Eintrag auf der Museumsseite.

Diesen Waisenkindern soll nun zum diesjährigen Tag der Gießkanne einmal besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Somit eröffnen die Museumsmacher am 4. Juli die verbotene Archivkategorie "Erstunken und Erlogen" und laden dazu ein, im Rahmen des Gießkannenfeiertags mutmaßliche Kannenbiografien zu erdenken. Es geht um gemeinsame Betrachtung, ausgiebige Besprechung und hemmungslose Bedichtung der Kannenwaisen - auf dass keine Kanne mehr unbesungen bleibe!

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