Ein Geschenk an die Stadt

  • Karola Schepp
    VonKarola Schepp
    schließen

Wer sich im Atrium des Rathauses auf die Suche macht, der kann dort etwas versteckt hinter dem Treppenaufgang acht Frauen aus fernen Ländern begegnen, die in Gießen eine neue Heimat gefunden haben. Denn noch bis zum 4. April hängen dort unter dem Titel »Zuhause: Hier und Dort« großformatige Fotografien dieser Frauen, jeweils ergänzt durch kurze Zitate und einen Hinweis auf die Länder, aus denen sie ursprünglich kommen.

Wer sich im Atrium des Rathauses auf die Suche macht, der kann dort etwas versteckt hinter dem Treppenaufgang acht Frauen aus fernen Ländern begegnen, die in Gießen eine neue Heimat gefunden haben. Denn noch bis zum 4. April hängen dort unter dem Titel »Zuhause: Hier und Dort« großformatige Fotografien dieser Frauen, jeweils ergänzt durch kurze Zitate und einen Hinweis auf die Länder, aus denen sie ursprünglich kommen.

Die Fotografinnen Mary Purdak und Katrin Dammann haben in Zusammenarbeit mit Friederike Stibane vom Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt die Aufnahmen gemacht, die nun anlässlich des Internationalen Frauentags der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und während der Rathausöffnungszeiten ohne Eintritt besichtigt werden können. »Die kulturellen Hintergründe der Frauen sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft und ein Geschenk für unsere Stadt«, heißt es auf dem zur Ausstellung gehörenden Flyer.

Noch bis 4. April zu sehen

Bei der gut besuchten Eröffnung der kleinen Ausstellung am Montag mit Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und musikalischer Untermalung durch das Duo Natalie Roser und Mark Arnold berichteten fünf der Porträtierten über das, was sie aus ihrer Heimat Wertvolles an Erfahrungen und Gebräuchen nach Gießen mitgebracht haben – aber auch von dem, was sie in ihrer neuen Heimat schätzen gelernt haben. Bestimmte Rezepte, Erinnerungen an Feiern mit den Verwandten, Lieder, Geschichten und Filmaufnahmen halten ein Stück der alten Heimat in der neuen Heimat für sie lebendig. Die meisten der Frauen sind dabei bereits vor vielen Jahren nach Deutschland gekommen.

Die Porträts zeigen Sinem Özkan, die in Istanbul aufgewachsen ist, Mary Pudak, die aus Texas der Liebe wegen nach Deutschland gezogen ist, Nataliya Leysle, die ihr Leben in Russland und Deutschland in vollen Zügen genießen will, Hengameh Ghiasi, die als Schülerin aus Teheran kam und heute in Gießen einen Friseursalon betreibt, die Therapeutin Barbara Holmes aus Katowice, die sich gerne an den Jahreszeitenwechsel in Polen erinnert, Mervat MM ElFar aus Kairo, Anna Maria Pietragalla aus Rom und Dr. Hilda Stekman aus Caracas. Auf einem Tisch liegen außerdem Karten aus, auf denen Ausstellungsbesucher ihre eigenen Gedanken zum Thema Heimat formulieren können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare