Gelungene Auftritte erfreuen die vielen Zuhörer

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Gießen(bf). Den Abschluss des Regionalwettbewerbs "Jugend musiziert" bildeten zwei Konzerte der jungen Preisträger im Rathaus. Knapp hundert Nachwuchsmusiker zeigten da ihr herausragendes Können, und nach dem zweiten Konzert gab es Sonderpreise diverser Organisationen und der Oberbürgermeisterin.

Die Musiker hatten ausnahmslos mindestens 23 von 25 Punkten errungen und zeigten sich bestens disponiert. Der Levi-Saal war voll besetzt, zur Freude der Moderatoren Charlotte Schmitz-Schön und Rolf Mohr. Veranstalter waren die Stadt Gießen und der Regionalausschuss Mittelhessen.

Einige Schwerpunkte waren zu verzeichnen, vor allem bei den jüngeren Teilnehmern gab es beachtliche Leistungen. So beeindruckte Mathilda Christen am Klavier mit Veselin Stoyanovs Klavierstücken für die Jugend und Bela Bartoks "Obertönen" aus dem Mikrokosmos. Emil Alban punktete mit einer mitreißenden "Jazz-Etüde Nr. 2" von Milan Dvorak. Etwas Mühe hatten Konstantin Reus, Anna Krastev, Christina Berghoff und Jakob Moritz Brand (Cello, Musikschule Gießen) bei ihrer Interpretation von Piazzollas "Libertango". Allerdings behielten sie die Übersicht und wahrten Charakter und Duktus des Werks. Arturo Eckhart Klör, begleitet von Herrmann Wilhelmi, sang eine vorzügliche Fassung von "Wahrheit" aus Jim Steinmans "Tanz der Vampire". Elisabeth Philipenko präsentierte Fassung des "Wohltemperierten Klaviers" von Johann Sebastian Bach. Herausragend agierte Evelyn Homakov am Klavier mit dem Presto aus Haydns Sonate Hob. XVI: 34. Einen anmutigen Fluss realisierten Anna Briel, Anna Schwarz und Miriam Lange (Marburg-Schröck, Querflöte). Sie hatten das für fünf Stimmen gesetzte Stück für ihre Besetzung umarrangiert - Respekt. Zion Kwong realisierte am Klavier Bachs Präludium und Fuge Nr. 21 in B-Dur.

Mit einer besonders gelungenen Performance glänzten Klarinettistinnen der Musikschule Wetzlar. Auch Runa Niedecken (Gesang) beeindruckte mit exzellentem, ausdrucksvollem Gesang und sicherer, sehr natürlicher Wiedergabe; ihre Schwester Kassandra (Klavier) begleitete makellos. Hervorragend musizierten Calliope Watson und Malina Rutt (Violine, Viola) Reinhold Glieres (1875-1956) Scherzo vivace aus den eigenwilligen "8 Stücken für Violine und Viola". Überzeugend spielten auch Ruth Helene Weidner und Jesse-Noah Widmann (Violine, Cello).

Ebenfalls exzellent musizierten Yuki Epping, Carlotta Reiners (Violine), Lennard Widdascheck (Viola) und Frederik Oliver (Cello) zwei Sätze aus Erwin Schulhoffs Divertimento für Streichquartett op. 14 WV 32). Schließlich spendete das Publikum kraftvollen, ausnahmslos verdienten Beifall.

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