Geiger von Weltklasseformat

  • Karola Schepp
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Gießen (gl/pm). Schon in jungen Jahren war Kirill Troussov Schüler von Sir Yehudi Menuhin. Heute gehört er zu den international gefragtesten Geigern seiner Generation. Am Dienstag, 17. April, kann man ihn ab 20 Uhr im Sinfoniekonzert des Stadttheaters erleben. Er spielt Alban Bergs Violinkonzert.

Gießen (gl/pm). Schon in jungen Jahren war Kirill Troussov Schüler von Sir Yehudi Menuhin. Heute gehört er zu den international gefragtesten Geigern seiner Generation. Am Dienstag, 17. April, kann man ihn ab 20 Uhr im Sinfoniekonzert des Stadttheaters erleben. Er spielt Alban Bergs Violinkonzert.

Der 1982 in Leningrad geborene Troussov ist weltweit Gast bei renommierten Orchestern und wichtigen Musikfestivals. Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt er aber auch regelmäßig mit Künstlern wie Sol Gabetta oder Yuja Wang zusammen. Seit vielen Jahren engagiert er sich für das Projekt "Rhapsody in School" und seine Aufnahmen wurden mehrfach international ausgezeichnet. Seine neue CD "Emotions" ist im November 2016 erschienen. Sein Instrument ist die Antonio Stradivari "The Brodsky" von 1702, mit der Adolph Brodsky am 4. Dezember 1881 Peter Tschaikowskis Violinkonzert uraufführte.

Schlüsselwerke der Romantik

Schlüsselwerke aus Romantik und früher Moderne spielt das Philharmonische Orchester beim Sinfoniekonzert unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Michael Hofstetter. Kompositionen von Anton Webern, Alban Berg und Franz Schubert lassen die Entwicklungslinie zwischen der großen romantischen symphonischen Tradition und den kompositorischen Innovationen des 20. Jahrhunderts hörbar werden. Es war der frühe, tragische Tod von Alma Mahlers Tochter, der Alban Berg zu einem emphatischen Violinkonzert inspirierte. Eine Totenklage im Geist der Romantik, die das reiche Erbe des 19. Jahrhunderts mit den Mitteln avancierter Zwölftontechnik verwebt. Für den kurz darauf verstorbenen Komponisten wurde es zum Requiem und damit zum mythischen Werk, dessen Einfluss weit in das 20. Jahrhundert reicht.

Als Magier schillernder Klangfarben zeigt sich Anton Webern in seinen fünf Orchester-Miniaturen op. 10. Mit transparenter Kammerbesetzung laden diese stilprägenden Klangexperimente des Minimalismus zum genauen und aktiven Zuhören ein. In feinstem Pianissimo kontrastieren sie die monumentale "Große" C-Dur-Sinfonie Nr. 8 von Franz Schubert, mit der das Philharmonische Orchester seine intensive Beschäftigung mit diesem Komponisten fortführt. In diesem Werk schließt Schubert die Lücke zwischen dem Erbe Ludwig van Beethovens und der avancierten Opulenz Anton Bruckners.

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