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Astrid Eibelshäuser (M.) überreicht die Spende an Georgi Kalaidjiev und Maria Hauschild. Foto: Schepp

Geburtstagsgeld für "Musik statt Straße"

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Gießen(bf). Stadträtin Astrid Eibelshäuser hatte sich im August dazu entschieden, anlässlich ihres 60. Geburtstages auf Geschenke zu verzichten und ihre Gäste zu bitten, für das Projekt "Musik statt Straße" zu spenden. Am Montag hat die SPD-Politikerin nun mit einem ausdrücklichen Dank an alle Spender 2000 Euro an den Gießener Musiker Georgi Kalaidjiev und seine Lebensgefährtin Maria Hauschild überreicht, die das Projekt leiten.

Kalaidjiev möchte den Kindern in seiner Heimatstadt aus der Armut helfen. Deshalb hat das Paar 2008 nach einem Besuch in der Heimat das Projekt "Musik statt Straße" gegründet. Hauschild berichtete von der großen Präsenz des Projektes in diesem Jahr sowohl in Deutschland als auch erstmalig in Bulgarien, wo diverse Konzerte der Kinder aus Sliven stattfanden. Laut der Verantwortlichen verhelfen die Auftritte den jungen Musikern zu mehr Selbstvertrauen. Gerade für Mädchen sei dies durch die sonst patriarchalen Verhältnisse in ihrer Heimat sehr prägend. Die Absicht von "Musik statt Straße" sei es laut Georgi Kalaidjiev, dass die Kinder ihren Platz in Bulgarien finden. Infolgedessen strebt er eine Öffnung der Gesellschaft gegenüber "Zigeunern" an. Diese Ziele könnten allerdings nur durch Spenden erreicht werden. Das Ehepaar kümmert sich neben der musikalischen Bildung auch um Mahlzeiten und medizinische Versorgung der Teilnehmer. Die Grundversorgung wird durch regelmäßige Patenschaften gedeckt. Die finanzielle Unterstützung durch Stadträtin Eibelshäuser trügen den Betrieb für etwa einen Monat.

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