Am Fundort der Faszination

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Gießen(pm). "Sie ist durch ihr tief innewohnendes Verständnis der Ingenieurwissenschaften in der Lage, die komplexen und diffizilen Sachverhalte aus Physik, Elektronik, Hochfrequenztechnik und Informatik sowie medizinische Aspekte zu neuen und anwendbaren Konzepten zusammenzuführen." Diese Beurteilung der Studentin Chaimaa Chemlali stammt von Prof. Boris Keil vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz (IMPS) der Technischen Hochschule Mittelhessen. Keil empfahl Chemlali, die derzeit ihr Masterstudium Medizinische Physik absolviert, für den DAAD-Preis 2020. Diesen Preis hat sie nun bekommen, zur Urkunde gehört auch eine Geldprämie von 1000 Euro.

"Es freut mich sehr, dass ich den DAAD-Preis tragen darf. Die Tatsache, dass gute akademische Leistungen und soziales Engagement von internationalen Studierenden durch Preise anerkannt und gelobt werden, finde ich sehr berührend", antwortet die 24-jährige Marokkanerin auf die Frage, was ihr diese Auszeichnung bedeutet. Und sie ergänzt, der Preis motiviere sie dazu, den Weg fortzusetzen, den sie an der THM eingeschlagen hat.

Ihre hohe fachliche Kompetenz verbindet sie mit großer Einsatzbereitschaft auch für andere, etwa im International Office der THM, wo sie im "Buddy-Programm" mitarbeitet. In Gießen und auf dem Campus fühle sie sich "wie zu Hause" und "sehr gut aufgehoben", sagt sie.

Aus der Kleinstadt Zaio in der marokkanischen Provinz Nador, wo sie 2013 Abitur machte, kam Chemlali nach Mittelhessen an die THM. Nach zwei Semestern Mathematik und Informatik in ihrem Heimatland habe sie "echte Faszination" vermisst und den Entschluss gefasst, "in Deutschland Medizintechnik zu studieren". Im Wintersemester 2019 schloss sie ihr Bachelorstudium mit der Note 1,6 ab. Jetzt macht sie den Master in Medizinischer Physik. Ihr übernächstes Ziel: Promotion im Fachgebiet Medizinische Bildgebung. FOTO: PM

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