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Die Müllberge im Corona-Sommer waren auch Anstoß zur Gründung der Gießener Initiative »CleanUpWalk«.

Umweltdemonstration

Erste „CleanUp“-Demo zieht mit Technobeats durch Gießen

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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Die junge Gießener Initiative „CleanUpWalk“ möchte am Samstag mit ihrer ersten großen Demo Umweltbewusstsein und Feierkultur vereinen - und allgemein Sensibilität für Vermüllung schärfen.

Gießen – Am Samstag (16.10.21) findet die erste Demonstration der dieses Jahr gegründeten Gießener Initiative »CleanUpWalk« statt, zu Deutsch: Aufräum-Spaziergang. »Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Stadt mal ordentlich aufzuräumen. Mit Gruppen junger, motivierter Menschen ziehen wir begleitet von schallenden Technobeats durch Gießens Hotspots und befreien diese vom Müll«, schreibt die Initiative.

Umweltdemo in Gießen: „CleanUpWalk“ sammelt ab 14 Uhr Abfall – Afterparty geplant

Treffpunkt ist ab 14 Uhr auf dem Parkplatz der SWG. Parallel zur Musik und Auftaktkundgebung der Initiative werde hier zuerst Abfall eingesammelt. Gegen 15 Uhr startet der Demozug Richtung Innenstadt - über das Neustädter Tor zum Kirchplatz, wo politische Reden von der Verkehrswende sowie Fridays for Future gehalten werden. Anschließend geht es über das Dönerdreieck voraussichtlich gen Licher Straße. Während des Zugs ist eine Straßenseite gesperrt. Die Polizei sichere die Verkehrslage, rechne aber nicht mit besonderen Störungen, teilte Sprecher Jörg Reinemer auf Anfrage mit.

Zunächst war das Open-Air-Gelände im Schiffenberger Tal für eine Aftershow-Party vorgesehen. Weil es aber inzwischen zu kalt sei, werde wahrscheinlich aufs MuK ausgewichen, erklärt Kristina Zirpikow, die den »CleanUpWalk« gemeinsam mit Silja Hampel und Lukas Haffer ins Leben gerufen hat. Genaueres zur Route und Afterparty sowie zu Verhaltensweisen (keine Glasflaschen beispielsweise) werde noch in den sozialen Medien bekannt gegeben.

Umweltdemo in Gießen: „Wer feiern kann, kann auch aufräumen“

»Wir wollen damit beide Seiten der Medaille zeigen, dass eben auch viele Leute aus der Feierkultur sich mit der Umwelt beschäftigen« betont Zirpikow. So lautet Leitspruch der Initiative: »Wer feiern kann, kann auch aufräumen.« Überdies gehe es darum, allgemein ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man seinen Müll nicht einfach auf Straßen oder Wiesen wirft.

Die Idee der Aufräum-Spaziergänge rühre auch aus den Erfahrungen auf den Lahnwiesen und am Uni-Hauptgebäude her, sagt die 23-jährige Studentin. Neben anderen Aktionen haben sie beispielsweise bei der Nachttanzdemo aufgeräumt. Inzwischen seien rund 60 Aktive dabei. Bei der Demo hoffen sie auf ein paar Hundert Teilnehmer. »Es wird ein gemischtes Spektakel aus Gießens Jung und Alt, Feierkultur und Öko-Blase, dreckigen Beats und sauberen Straßen«, schreibt die Initiative.

Unterstützt wird die Demo zudem vom Verein Ehrenamt mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken für möglichst viele Teilnehmer. Natürlich kann man auch eigenes Equipment mitbringen. (bei)

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