Der Grundstein für das 4,7 Millionen Euro teure Mehrfamilienhaus ist gelegt. FOTO: SCHEPP
+
Der Grundstein für das 4,7 Millionen Euro teure Mehrfamilienhaus ist gelegt. FOTO: SCHEPP

Fünftes Stockwerk abgerungen

  • Christoph Hoffmann
    vonChristoph Hoffmann
    schließen

Gießen(chh). Barrierefrei, energetisch hocheffizient, vergleichsweise günstig und dazu noch direkt am Philosophenwald gelegen: Das Mehrfamilienhaus, das die Gießener Wohnbau derzeit in der Straße Trieb 5 bauen lässt, dürfte bei Wohnungssuchenden auf größeres Interesse stoßen. Am Dienstag haben Wohnbau-Chefin Dorothee Haberland und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz den Grundstein für dieses rund 4,7 Millionen Euro teure und von öffentlicher Hand ordentlich bezuschusste Projekt gelegt. "In circa einem Jahr", verkündete Haberland, "sollen die Wohnungen bezugsfertig sein".

Insgesamt 20 neue, durchgängig barrierefreie und belegungsgebundene Wohneinheiten inklusive Aufzug sollen hier unweit der Eichgärten- allee entstehen. Die Gesamtwohnfläche von 1155 Quadratmetern teilt sich auf in fünf Vier- und zehn Zwei-Zimmer-Wohnungen sowie fünf Ein-Zimmer-Apartments.

Mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach soll das Gebäude nach Fertigstellung dreimal mehr Energie produzieren, als es selbst zum Heizen benötigt. In Kombination mit der Dämmung verbrauche es weniger als 15 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Gleichzeitig habe man die Sozialverträglichkeit nicht außer acht gelassen, betonte Haberland: "Die Miete für die Sozialwohnungen in diesem Objekt beträgt 6,80 Euro pro Quadratmeter. Das liegt gut ein Drittel unter dem Gießener Durchschnitt."

Investition von 4,7 Millionen Euro

Zwei Umstände, die Grabe-Bolz besonders hervorhob. "Gießen ist eine wachsende Stadt und hat mittlerweile fast 90 000 Einwohner. Dieses Wachstum muss zum einen sozialverträglich gestaltet werden und im Hinblick auf unsere städtischen Klimaziele zugleich energetische Aspekte mit einbeziehen."

Die Oberbürgermeisterin betonte in diesme Zusammenhang zudem, dass der Bau ein weiterer Mosaikstein im Zuge des Wohnraumversorgungskonzepts sei und erinnerte daran, dass sich die Stadt zum Bau von 400 Sozialwohnungen verpflichtet habe.

Am Trieb 5 sind es sogar ein paar mehr Wohnungen geworden als anfangs geplant. Bei der ersten Präsentation war die Wohnbau noch von vier Stockwerken ausgegangen. Aber schon damals sagte Haberlands Vorgänger Reinhard Thieß, man werde versuchen, dem Planungsamt noch eine weitere Etage abzuringen. Das hat geklappt. Grabe-Bolz dazu: "Herr Thieß und ich haben bei dieser Idee an einem Strang gezogen. Es hatte Bedenken gegeben wegen der Verschattung der benachbarten Häuser. Schlussendlich konnten sich alle Beteiligten aber einigen."

Der Neubau in Passivhaus-Standard ist nicht das erste Projekt der Wohnbau in dieser Straße. In der Vergangenheit sind am Trieb bereits mehrere Mehrfamilienhäuser energetisch saniert worden. Mit dem neuen Projekt sollen die Tätigkeiten im Quartier aber vorerst abgeschlossen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare