Fünf Kisten für ein Helauluja

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Was haben Faschingstermine mit den fünf schwarzen Boxen gemeinsam, die der Elferrat der Gießener Fassenachts-Vereinigung (GFV) zur diesjährigen Prinzenmatinee mitgebracht hatte? Man weiß vorher nicht, was am Ende vielleicht mal dabei herauskommt. Entsprechend verwundert schauten Prinz Andreas I., Prinzessin Sabrina II. und ihr Hofstaat am Sonntag im Wiesecker Saalbau Schepers drein, als sie der Reihe nach beherzt in jeweils eine Kiste griffen. Nur für Oberst-Hofmarschall Frank hatten die Elferräter keine Box parat: Er sollte nicht fühlen, sondern schmecken.

Was haben Faschingstermine mit den fünf schwarzen Boxen gemeinsam, die der Elferrat der Gießener Fassenachts-Vereinigung (GFV) zur diesjährigen Prinzenmatinee mitgebracht hatte? Man weiß vorher nicht, was am Ende vielleicht mal dabei herauskommt. Entsprechend verwundert schauten Prinz Andreas I., Prinzessin Sabrina II. und ihr Hofstaat am Sonntag im Wiesecker Saalbau Schepers drein, als sie der Reihe nach beherzt in jeweils eine Kiste griffen. Nur für Oberst-Hofmarschall Frank hatten die Elferräter keine Box parat: Er sollte nicht fühlen, sondern schmecken.

Aber der Reihe nach. Begonnen hatte "das Familientreffen der GFV", wie Vizepräsident Michael Schifner das Programm eröffnete, mit den Kadetten und ihrem neuen Tanz. Das Geschenk der Kleinsten für die Regenten nahm sich, verglichen mit den Mitbringseln des Elferrats, eher harmlos aus: Sechs Steckenpferde, aufgemotzt mit Getränkehaltern und Biergläsern, animierten die "Hofreitschule" sogleich zu einem munteren Aufgalopp durch den Saal. Es folgten die Auftritte von Tanzgarde, Midis und Artilleriekorps.

Dschungelcamp als Höhepunkt

Die Ari beförderte Katrin Niedermayer, Christina Hain und Michael Stroh zu Ehrenoffizieren sowie Anika Hain, Frank Beck und Katharina Flechtner zum Major oder Oberstleutnant. Außerdem bat die Schutztruppe die närrischen Regenten kurz von der Bühne – zu einer Runde "Tabu", bei der sich das "Team Prinzessin" dem "Team Prinz" haushoch überlegen zeigte. Kaum hatten Sieger und Besiegte danach wieder Platz genommen, standen sie erneut auf: Der Elferrat um Sprecher Klaus Papenheim betrat den Saal.

Das nun wartende Dschungelcamp-Spiel entpuppte sich schnell als Höhepunkt der Matinee. Jedes Mitglied des Hofstaats musste in eine Box greifen und den Inhalt erraten. Gelang das nicht, kam Oberst-Hofmarschall Frank zum Einsatz: Er "durfte" für jeden Fehler eine Köstlichkeit wie Mehlwürmer im Blätterteig oder gebackene Hornisse verspeisen. So weit, so klar, zumal sich Hofdame Jutta und Adjutant Ralf noch schadlos hielten.

Erst Junker Sven lag falsch – und Michael Schifner verzog wenig später die Miene. Der Hofmarschall hatte nämlich seinen Joker ausgespielt und die exotische Köstlichkeit an den Vize weitergereicht. Auch Prinz Andreas I. konnte die gestellte Aufgabe (Mehlwürmer) nicht lösen, Prinzessin Sabrina II. hatte mit der batteriebetriebenen Kakerlake aus Plastik indes keine Probleme. Ehe sorgenfrei genießbares Essen serviert wurde, löste Papenheim den Bluff schließlich aber auf: Bei den vermeintlichen Ekligkeiten auf dem Teller handelte sich sich um in Teig eingebackene Datteln, Nüsse und Ähnliches. Halleluja!

Ordentlich gestärkt machten im zweiten Teil der Matinee die Möhnen, Zugmarschall Bernd Hachenberger und der Polizeihauptkommissar und GFV-Ehrensenator Jörg Pfeiffer sowie das Catering-Team um Franz Koch dem Hofstaat ihre Aufwartung. Während Pfeiffer auf die Aktion BOB gegen Alkohol am Steuer hinwies und den Hofmarschall einem spontanen Alkoholtest – Ergebnis: 0,00 Promille – unterzog, hatte das Kochteam ein weiteres Spiel vorbereitet. Diesmal sollte das Publikum gesummte Faschingshits erraten. Auf Herausforderungen für Tastsinn und Geschmacksnerven folgte zum Abschluss also: ein Satz warme Ohren.

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