So fühlt sich Gießen an

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Gießen (sis). Riechen, malen, hören – am Montagabend eröffnete im Atrium des Rathauses eine interaktive Ausstellung von vier Studentinnen, selbst ernannter "Neu-Gießenerinnen". Unter dem Motto "Making a Home in Giessen" fragt man sich, was Heimat bedeutet, wie Integration funktioniert, wie die Bewohner und die Zugezogenen das Stadtbild beeinflussen und mitgestalten.

Gießen (sis). Riechen, malen, hören – am Montagabend eröffnete im Atrium des Rathauses eine interaktive Ausstellung von vier Studentinnen, selbst ernannter "Neu-Gießenerinnen". Unter dem Motto "Making a Home in Giessen" fragt man sich, was Heimat bedeutet, wie Integration funktioniert, wie die Bewohner und die Zugezogenen das Stadtbild beeinflussen und mitgestalten.

Andreea Racles, Leonie Schmidt, Katja Wehde und Mara-Lisa Kinne zeigen noch in den kommenden Wochen, was das Leben in der mittelhessischen Universitätsstadt für sie bedeutet. Und die Besucher dürfen ihrerseits ihre ganz persönliche Sicht auf die Stadt zeichnen.

"Stell dir die Stadt ohne Geräusche vor!", werden die Ausstellungsgäste aufgefordert. Wie begleiten uns unsere Sinnesorgane beim Kennenlernen der neuen Heimat? Ist es überhaupt eine neue Heimat, nur weil man hier lebt, sich einrichtet, arrangiert? Karten hängen von der Decke herab. Dort sind Sätze wie "Home means involvement" zu lesen.

Integration ist also ein Punkt. "I’m not German, but I am a Gießener", soll einmal ein Studierender zu den Ausstellerinnen gesagt haben. Erinnert an "Ich bin ein Berliner".

Die Kuratorinnen gehören alle der AG Museumskultur an, die am Gießener Graduiertenzentrum GCSC 2014 wiederbelebt wurde. Ab dem vergangenen Mai wurde die jetzige Ausstellung als Praxisprojekt dieser Arbeitsgemeinschaft geplant, ab Oktober dann intensiver in Angriff genommen, wie Schmidt und Kinne erklären. Im April hatte es nämlich einen Workshop zum Thema "Sensorial Encounters and Visualisations of Space" gegeben, woraus die Idee zu einer interaktiven Ausstellung über Gießen als Lebensraum erwuchs. Farbenfroh, ideenreich und lohnenswert!

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, den 17. März im Atrium des Rathauses am Berliner Platz zu sehen (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr).

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