Ingke Günther und Jörg Wagner präsentieren den neuen Kalender. FOTO: CSK
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Ingke Günther und Jörg Wagner präsentieren den neuen Kalender. FOTO: CSK

Frühstart mit Kanne

  • vonChristian Schneebeck
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Gießen(csk). Warum nicht mehrfach zuschlagen? "Ich hätte gerne noch zwei Stück", bestellt Sabine Wolter, als sie am Samstagnachmittag wieder vor dem Gießkannenmuseum eintrifft. Jawohl, wieder, denn die Gießenerin war vorhin schon einmal hier. Der neue Kalender des Museums, den Ingke Günther und Jörg Wagner an einem Stand vor der Tür präsentieren, lockt Wolters erneut in die Sonnenstraße. Schließlich eigne er sich bestens als Geschenk.

"Saustolz" macht Günther und Wagner ihr Produkt, das mittlerweile vierte seiner Art. Das Licht der Welt hat es diesmal als Frühgeburt erblickt - nicht zuletzt wegen Corona. Während das Museum in den vergangenen Monaten erst geschlossen, dann nur relativ spärlich besucht war, tüftelten die Initiatoren gemeinsam mit der Grafikerin Isa Balzer an dem Werk. Die "kulturelle Schleichfahrt" (Günther) wurde so zur Geburtshelferin für ein Exemplar "mit vielen Tieren" und "voller Highlights".

Dass es anno 2020 am "Internationalen Tag der Gießkanne" erstmals zu erstehen ist, passt natürlich wunderbar. Außerdem bedeute dieser Termin einen handfesten Wettbewerbsvorteil, räumen Günther und Wagner den zwölf Gießkannenporträts gesteigerte Marktchancen ein.

Das künstlerische Konzept setzt auf eine Mischung aus zeitgenössisch designten Modellen, solchen im 50er- und 70er-Jahre-Look, aus Lokalbezug, etwa mit der Licher-Kanne auf dem Titel, und einigen Überraschungen. Am Samstag sind nach kaum vier Stunden 50 der 700 Exemplare verkauft. Erhältlich ist der 30 mal 30 Zentimeter große Wandkalender, der wieder von der hiesigen Druckerei "Gründrucken" produziert wurde, für zwölf Euro. "Wenn wir im Oktober alle Kalender verkauft haben, müssen wir wohl nachdrucken", kündigt Wagner an.

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