Früher Einfluss des Menschen

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Der menschliche Einfluss auf die weltweite Erwärmung hat schon deutlich früher eingesetzt als bislang angenommen. Dies legen paläoklimatologische Studien nahe, an denen der Gießener Klimaforscher Prof. Jürg Luterbacher und Dr. Elena Xoplaki von der Justus-Liebig-Universität beteiligt waren. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Nature Sustainability" veröffentlicht.

Der menschliche Einfluss auf die weltweite Erwärmung hat schon deutlich früher eingesetzt als bislang angenommen. Dies legen paläoklimatologische Studien nahe, an denen der Gießener Klimaforscher Prof. Jürg Luterbacher und Dr. Elena Xoplaki von der Justus-Liebig-Universität beteiligt waren. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Nature Sustainability" veröffentlicht.

In der Studie wurden erstmals Daten mit jahreszeitlich aufgelösten Informationen aus verschiedenen Klimaarchiven und Klimamodellsimulationen der vergangenen Jahrhunderte kombiniert, um den anthropogenen Einfluss auf die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen – Sommertemperaturen minus Wintertemperaturen – in Asien, Europa und Nordamerika abzuschätzen. Die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen haben einen Einfluss auf Organismen und Ökosysteme, auf die Artenphysiologie, die ökologische Stabilität und die Landwirtschaft sowie die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen. Dabei zeigte sich, dass durch menschliche Aktivitäten die Abschwächung der jahreszeitlichen Temperaturschwankungen bereits seit dem späten 19. Jahrhundert erkennbar ist – und zwar durchweg über die nördlichen mittleren bis hohen Breitengrade.

Als Hauptursachen hierfür identifizierte das internationale Forscherteam erhöhte Treibhausgaskonzentrationen für die nördlichen hohen Breitengrade und Sulfat-Aerosole für die nördlichen mittleren Breitengrade. "Unsere Studie legt nahe, dass eine Politik zur deutlichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen und der Luftverschmutzung die Abschwächung der jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und ihre potenziellen negativen ökologischen Auswirkungen mildern kann", so Luterbacher.

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