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Am Einlass wird der QR-Code für das E-Ticket gescannt, an der Kasse bezahlt.

Früh morgens wieder Bahnen ziehen

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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Gießen (bei). »Für mich persönlich war es das Schlimmste, dass die Bäder geschlossen waren«, erzählt eine Frau, die gegen 7.15 Uhr am Dienstagmorgen am Freibad Ringallee ihr Handy zückt, um das bestellte E-Ticket am Einlass vom Securitydienst bestätigen zu lassen. Kaum zehn Minuten später kommt sie schon wieder aus dem Freibad. Sie sei zum Dienst ins Krankenhaus beordert worden.

Auf Abruf. »Aber man freut sich, zumindest schon mal im Wasser gewesen zu sein«, witzelt sie noch.

Rund zehn Schwimmbegeisterte warteten schon um kurz vor 7 Uhr auf den Einlass. Endlich - denken sich wohl alle - haben die Gießener Bäder wieder aufgemacht. Auch die Stadtteilbäder in Kleinlinden und Lützellinden. »Ich freue mich total«, sagt ein großer, sportlicher Mann - man sieht sein Lächeln auch mit Maske - in seinen Augen. Normalerweise schwimme er abends, mit dem Homeoffice passe es aber gerade morgens besser.

Die Stimmung unter den Gästen ist frisch um diese Uhrzeit, man grüßt sich und blickt in wache Gesichter. Alle sind zum sportlichen Schwimmen hier. »So früh braucht man sich nicht in die Sonne legen«, sagt ein jüngere Frau. Gestern hätte sie sowieso vergeblich auf ein paar Sonnenstrahlen gewartet.

Neben jüngeren Gästen sind auch einige ältere vor Ort: ein Herr macht Aufwärmübungen am Beckenrand, bevor er seine Bahnen zieht. »Die Stammkunden sind alle gekommen«, sagt die gut gelaunte Birgit Heimscheid an der Kasse. Die Angestellte der SWG freut sich sichtlich über die Pläuschchen mit ihnen. »Gott sei Dank im Freibad nicht«, antwortet sie auf die mehrmalige Frage nach der Maskenpflicht.

Um 7.30 Uhr sind schon rund 25 Personen im großen Becken, 60 dürften es gleichzeitig sein. Auch wenn das Besucher-Kontingent an diesem ersten Morgen längst nicht ausgeschöpft ist, so sei das Bad doch gut besucht, sagt Selina Ofer, die am Dienstag das Sagen über den Badbetrieb hat. »Es ist sehr schön zu sehen, dass die Leute die Möglichkeit schnell wieder annehmen«, betont die Fachangestellte für Bäderbetrieb und ergänzt: »Auch das Volleyballfeld darf wieder genutzt werden.«

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