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Startklar ist auch das Freibad an der Ringallee.

Saisonstart

Freibad in Gießen öffnet: Schnelltest? Einlass? Regeln? Das müssen Sie beachten

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Am Dienstag (08.06.2021) startet in Gießen die Freibad-Saison. Kurz vor Eröffnung der drei Freibäder gibt es Irritationen um die Testpflicht. Die Stadtwerke stellen klar: Freibadbesuche sind ohne Corona-Schnelltest möglich.

Nach langer Pause startet am morgigen Dienstag auch in Gießen die Badesaison - für alle Angebote der Stadtwerke. Geöffnet werden das Hallenbad Ringallee samt Sauna, das Westbad, die Freibäder Lützellinden und Kleinlinden sowie das Freibad Ringallee. Die stabilen Corona-Inzidenzwerte unter 50 im Landkreis Gießen machen dies möglich. »Wir haben uns lange und sorgfältig auf diesen Tag vorbereitet und freuen uns, dass es endlich losgeht«, erklärt Uwe Volbrecht, Leiter der Gießener Bäder. Mit der Öffnung für die Öffentlichkeit (hier finden Sie die Öffnungs-Daten der Freibäder im Kreis Gießen) können auch die in den Bädern trainierenden Vereine wieder ihrem Sport nachgehen.

Um den Auflagen gerecht zu werden, führen die SWG Nullpreis-Tickets ein. Mit diesem Verfahren decken sie die nötige Terminvereinbarung ab. Darüber hinaus lässt sich so sicherstellen, dass nicht mehr Badegäste pro Tag kommen, als behördlich zugelassen sind. Jene Tickets gibt es im Online-Shop (www.giessener-baeder.de) für alle Bäder und für verschiedene Zeitfenster.

Freibad Gießen: QR-Code statt Ticket

Statt einer gültigen Eintrittskarte erhalten Kundinnen und Kunden einen QR-Code. Diesen Code gilt es mit ins Bad zu nehmen. Er wird gescannt, bevor der Eintrittspreis zu entrichten ist - an der Kasse oder am Automaten. Selbstverständlich bieten die Bäder im Ausnahmefall auch einen analogen Weg: Tatsächlich besteht die Möglichkeit, an der Kasse einen Termin auszumachen und zu bezahlen.

Wichtig zu wissen: In diesem Jahr gibt es weder Saison- noch Dauerkarten. »Wir können die gewohnte Nutzung nicht gewährleisten«, begründet Volbrecht die Einschränkung. Bereits gekaufte Dauerkarten tauschen die Gießener Bäder ab dem ersten Öffnungstag um.

Impfnachweise, Genesenen-Bescheinigungen und zertifizierte, negative Tests - nicht älter als 24 Stunden - braucht es lediglich für einen Besuch in einem der Hallenbäder und der Sauna. Hier steht Kontrollpersonal bereit. »Im Freibad kommen wir aktuell ohne diese Einschränkungen aus«, betont Volbrecht.

Beim Thema Testpflicht indes hatte es in den letzten Tagen Irritationen unter Badegästen gegeben. Sie hatten Termine buchen wollen und stießen auf der Homepage der Gießener Bäder auf die Information, dass für den Einlass in die Bäder ein Schnelltest bzw. Nachweise über die vollständige Impfung oder eine überstandene Corona-Erkrankung benötigt werden. Auch am gestrigen Sonntag war diese allgemeine Information, die nur für die Hallenbäder und die Sauna gilt, noch online. Der Verzicht auf eine Testpflicht für die Freibäder entspricht der Coronastufen-Regelung des Landes Hessen. In der Stufe 2 werden Tests vor dem Freibadbesuch zwar empfohlen, sie sind aber nicht vorgeschrieben.

Freibad Gießen: »Einer« und Rutsche abgebaut

Hygieneregeln gelten ohne Ausnahme in allen Bädern. Auf dem Weg bis zur Umkleide besteht Maskenpflicht. Um das Abstandsgebot einzuhalten, darf sich in den Duschen und den Schwimmbecken nur eine bestimmte und jeweils vor Ort vermerkte Anzahl Personen befinden.

Über die Öffnungszeiten und über die Eintrittspreise informieren die Gießener Bäder (www.giessener-baeder.de) detailliert auf ihrer Website. Hier gibt es auch viele weitere Infos zu den coronaspezifischen Regelungen und zum Ticketkauf.

Auf Anfrage haben die SWG bestätigt, dass aus Sicherheitsgründen einige Einrichtungen in Kleinlinden, Lützellinden und dem Hallenbad in Pohlheim demontiert werden mussten. Die in allen Gießener Bädern stattfindende Begehung durch ein externes Sachverständigenteam hatte laut SWG-Sprecher Ulli Boos demnach ergeben, dass der Standort des Ein-Meter-Bretts im Freibad Kleinlinden nicht mehr den neuesten Anforderungen an einen sicheren Betrieb entspricht. Boos: »Da die Sicherheit unserer Badegäste höchste Priorität hat, mussten wir die Anlage zurückbauen. Gleiches gilt auch im Hallenbad Pohlheim und mit der Kinderrutschbahn im Freibad Lützellinden.« Mit dem Personalbedarf hätten die Maßnahmen nichts zu tun, es gehe ausschließlich um die Unfallverhütung. Im vergangenen Jahr seien in den beiden kleinen Freibädern zudem die in die Jahre gekommenen Spielgeräte zurückgebaut und gegen neue ersetzt worden.

Was die Gültigkeit von Ferienpässen für die Zeit bis zum Beginn der Sommerferien betrifft, wollen sich die SWG mit dem städtischen Jugendamt in Verbindung setzen. Bislang sei das Thema an die SWG nicht herangetragen worden, erklärte Boos.

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