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Das Freibad in Kleinlinden ist aktuell wasserlos.

Freibad oben auf der Agenda

  • Kays Al-Khanak
    VonKays Al-Khanak
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Gießen-Kleinlinden (khn). In Kleinlinden sind die Wogen nach der umstrittenen Ortsvorsteherwahl noch nicht geglättet. Der wiedergewählte Vorsteher Klaus Dieter Greilich glaubt, dass sich die Zusammenarbeit im auf fünf Fraktionen angewachsenen Gremium schwieriger gestalten werde als in der Vergangenheit. »Ich bin allerdings sicher, dass allen Fraktionen bewusst ist, dass der Ortsbeirat Kleinlinden nur dann etwas bewirken kann, wenn breite Mehrheiten für die wichtigen Angelegenheiten Kleinlindens errreicht werden können«, sagt er.

Dafür sei es aber nötig, dass die Fraktionen aufeinander zugehen.

Die Grünen hatten die Ortsbeiratswahl deutlich gewonnen - vor der FDP. Dennoch blieb der Partei ein Posten verwehrt - trotz vorheriger Zusicherung der Kleinlindener CDU und der FDP, Christine Janetzky-Klein (Grüne) als Ortsvorsteherin zu wählen. Für die 180-Grad-Wende sorgte vor allem Gießens CDU-Chef Klaus Peter Möller, der Druck auf den Kleinlindener Ortsverband ausgeübt hatte.

Brisanz um die Stadtbuslinie 1

Greilich unterstrich deshalb die »durchaus« harmonische Zusammenarbeit seit 2006 im Ortsbeirat. Allerdings habe es auch brisante Themen gegeben, wie die zukünftige Linienführung der Linie 1 in Heide und oberer Lützellindener Straße oder die Frage der möglichen Bebauung der Grundschulwiesen an der Brüder-Grimm-Schule.

Aktuell gebe es drei drängende Themen, die der Ortsbeirat Kleinlinden angehen müsse. Dazu gehört für Greilich die Gestaltung einer pandemiegerechten Freibadsaison insbesondere für die Schulkinder. Wichtig sei auch die Unterstützung der Ortsvereine bei ihrem Weg aus der Corona-Krise mit attraktiven Angeboten vor allem für Jugendliche und Kinder. Auch die geplanten Verbesserungen am Friedhof müssten umgesetzt werden. Kurzfristig, sagt Greilich, sollten auch die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Grundschule inklusive Schülerbetreuung und Schulhof an der BGS angegangen werden. Dazu gehöre es auch, das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen auszubauen.

Mittel- und langfristig brauche es Lösungen, um die Frankfurter und Wetzlarer Straße zu entlasten- vor allem mit Sicht auf den Schwerverkehr. Sinnvoll neu geordnet werden soll nach Meinung Greilichs die Linie 1 mit Entschärfung der Bushaltestellensituation an der Lützellindener Straße, die Sanierung der Straßen Heide und Allendörfer Straße inklusive Kreisverkehr an der Kreuzung mit der Lützellindener Straße. Geprüft werden müsse auch ein neuer Standort für das Feuerwehrgerätehaus und ein kleines Baugebiet für junge Familien auf der rechten Seite der Straße Zum Weiher zwischen Sportfeld und Bürgerhaus.

Greilich wünscht sich von der neuen Stadtregierung, sie solle »sich die vom Ortsbeirat Kleinlinden angebotene Expertise viel öfter als bisher zu eigen machen«. Vor allem solle sie nicht auf die Idee kommen, »ihre Politik in Kleinlinden gegen den Ortsbeirat oder unter Umgehung desselben und damit gegen die Bürgerinnen und Bürger Kleinlindens durchsetzen zu wollen«. Der Umgang des Magistrats mit den Beschlüssen des Ortsbeirats werde sich entscheidend auch auf das Klima im Ortsbeirat auswirken.

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