Frühestens in der ersten Sommerferienwoche wollen die Stadtwerke Gießen das Freibad in der Ringallee öffnen. Die Stadtteilbäder werden nach derzeitigem Stand noch später öffnen.
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Frühestens in der ersten Sommerferienwoche wollen die Stadtwerke Gießen das Freibad in der Ringallee öffnen. Die Stadtteilbäder werden nach derzeitigem Stand noch später öffnen.

Freibad-Öffnung

Freibad: Badegäste brauchen in Gießen noch Geduld - Termin für Öffnung steht grob

  • Jens Riedel
    vonJens Riedel
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Während in Lich, Hungen oder Linden nächste Woche die Freibäder wieder öffnen, müssen die Gießener weiter warten: Das Freibad Ringallee öffnet erst in den Sommerferien.

Gießen(jri). Während einige Freibäder im Kreis Gießen in den nächsten Tagen öffnen und Badegäste dort den Sprung ins kühle Nass genießen können, müssen die Gießener noch mindestens drei Wochen auf dem Trockenen sitzen bleiben und sich in Geduld üben: Die Öffnung des Freibades in der Ringallee ist erst in der ersten Woche der Sommerferien, also ab dem 6. Juli, geplant. Das teilten die Stadtwerke Gießen als Betreiber der Gießener Bäder in einer relativ knapp gehaltenen Pressemitteilung mit.

Ab wann die Freibäder in den Stadtteilen Kleinlinden und Lützellinden geöffnet sein werden und wann im Hallenbad Ringallee wieder geschwommen werden darf, dazu äußerten sich die Stadtwerke explizit nicht. Auch auf Nachfrage sagte SWG-Sprecherin Ina Weller: "Zu den Stadtteilbädern und zum Hallenbad Ringallee können wir noch nichts sagen". Die Öffnung dieser Bäder werde aber nach derzeitigem Stand erst nach Öffnung des Freibades Ringallee erfolgen.

"Es sind individuelle Hygiene- und Sicherheitskonzepte für jedes einzelne Bad nötig, und die werden wir nacheinander in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erarbeiten. Wir wollen ja in Gießen mit einer vorschnellen Öffnung keinen Corona-Hotspot produzieren", sagte Weller. Sie bat um Verständnis dafür, dass es ein Unterschied sei, ob man lediglich ein Bad oder - wie in Gießen - gleich drei Freibäder plus zwei Hallenbäder zu öffnen habe. "Wir müssen auch erst mal schauen, wie der Personalbedarf aussieht. Wegen der Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen kann es durchaus sein, dass wir mehr Personal als sonst benötigen."

Die Lockerungen der hessischen Landesregierung für den allgemeinen Bäderbetrieb seien zudem unerwartet schnell gekommen. "Wir haben die unplanmäßige Schließung der Bäder wegen Corona genutzt, um Modernisierungs- und Wartungsarbeiten vorzuziehen. So haben wir neue, hocheffiziente Umwälzpumpen eingebaut", erklärte Bäder-Leiter Uwe Volbrecht. Teilweise habe man länger als üblich auf Zuliefererfirmen warten müssen. Auch gebe es noch Dicht- und Fugarbeiten.

Stammgäste enttäuscht

Stammgäste des Freibads Ringallee reagierten enttäuscht: "Das ist eine schlechte Nachricht, dass es noch mindestens drei Wochen dauert, bis ich wieder dort schwimmen kann", zeigte sich ein 62-jähriger Gießener frustriert. Und Kleinlindens Ortsvorsteher Klaus-Dieter Greilich meinte: "Die Vorbereitungszeit für die Stadtwerke war aus meiner Sicht ausreichend lange, um auch für Kleinlinden und Lützellinden eine Lösung für die gesamten Sommerferien zu finden. In den kleineren Bädern dürfte es sogar einfacher sein, bei Nutzung eines digitalen Ein- und Auslasssystems die notwendigen Hygieneregeln einzuhalten."

Immerhin: Ab Montag öffnen die Stadtwerke Gießen das Westbad für Vereinsschwimmer, die dort ihr Training abhalten. Vereinsschwimmen ist zwar bereits seit dem 1. Juni wieder möglich, aber "wir haben in den letzten Wochen zunächst ein Hygienekonzept für den Trainingsbetrieb erarbeitet und mit den zuständigen Behörden abgestimmt", erklärt Volbrecht. In dem Konzept sei klar definiert, wie viele Personen sich gleichzeitig in der Schwimmhalle, aber auch im Foyer, in den Umkleiden oder den Duschen aufhalten dürfen. Die Vereine müssen nun ihrerseits den Trainingsbetrieb so organisieren, dass diese Vorgaben eingehalten werden.

Unter welchen Bedingungen dann ab den Sommerferien im Freibad Ringallee gebadet und gesonnt werden kann, dazu konnten die Stadtwerke noch keine präzisen Angaben machen. "Es wird aber darauf hinauslaufen, dass wir nur eine bestimmte Anzahl von Badegästen einlassen dürfen", sagte Weller.

Mit der Öffnung des Freibads Ringallee führen die SWG aber auf jeden Fall eine Neuerung ein: Künftig wird es möglich sein, Eintrittskarten online zu kaufen - vor allem, um Menschenansammlungen vor den Kassen zu minimieren.

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