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Anny Hartmann

Frauentag mit und trotz Pandemie

  • Karola Schepp
    VonKarola Schepp
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Gießen (gl). In der Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft »eine Rolle rückwärts« gemacht, wenn es um Frauenrechte geht. In den meisten Familien sind es die Frauen, die sich um die Familie kümmern, berufstätig sind und auch noch im Homeschooling eingespannt sind. Besonders häufig weiblich besetzte Berufe in Einzelhandel, Gesundheitssektor oder auf Minijob-Basis sind von den Corona-Folgen betroffen.

In dieser Situation soll der Internationale Frauentag am 8. März Mut machen.

Noch bis 25. März gibt es insgesamt 19 Aktionen, die Beiträge zum Thema »Frauenrechte sind Menschenrechte« leisten, Informationen und Gesprächsmöglichkeiten bieten, Kultur erlebbar machen und das alles nicht nur digital. Das Programm stellten nun Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Friederike Stibane, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, der Presse vor. Frau findet es auch in den ausliegenden Flyern sowie in dieser Woche auf den Info-Stelen im Seltersweg.

Online im Angebot sind Lesungen, Seminare und Workshops sowie eine Podiumsdiskussion der Jusos zum Thema »Rollback der Geschlechter - Ein Symptom der Pandemie« (8. März, 20 Uhr, per Livestream auf der Facebookseite der Jusos. Es diskutieren Nina Heidt-Sommer (SPD), Inda Daßbach (JLU) und Friederike Stibane.

Am Montag, 8. März, dem internationalen Frauentag, werden auch eine Mahnwache gegen Prostitution (ab 13 Uhr nahe Kugelbrunnen), eine Demo unter dem Motto »Basta! Befreiung erkämpfen« (Start ist um 17.30 Uhr am Berliner Platz), Infostände nahe Kugelbrunnen und eine Zonta-Rosen-Überraschungsaktion für Aufsehen sorgen.

Workshops und Mitmachprojekt

Online-Seminare/Workshops gibt es zu diversen Frauenthemen: »Vielfalt als Ressource für den Arbeitsmarkt« (8. März, 10 bis 12 Uhr, Anmeldung per E-Mail an Christine.Schramm-Spehrer@arbeitsagentur.de), »Aufräumen, Loslassen, Entlasten« (3. und 10. März, 18 Uhr, Gebühr 22,90 Euro, Anmeldung unter www.fbs-gi.de, Tel. 0641/966120) oder »Mit Begeisterung älter werden« (11. März, 10 Uhr, Anmeldung über attendee.gotraining.com).

Ein digitales Mitmachprojekt unter dem Motto »Vielfalt sprechen - Perspektiven hören« bietet der Verein für interkulturelle Bildung und Begegnung und kürzere Texte an (den Link zum Angebot mit Anmeldung findet frau unter zibb-gi.de/magisches-theater.

Wer sich beruflich (neu) orientieren will, kann sich beim Telefonaktionstag am 10. März (9 bis 15 Uhr, Tel. 0641/48016279) von Mitarbeitern des Jobcenters beraten lassen. Der Weltgebetstags-Gottesdienst am 5. März in der Moruskirche (16 Uhr) steht im Zeichen des Lebens der Frauen im vom Klimawandel bedrohten Südseeparadies Vanuatu. Kulturveranstaltungen dürfen beim Frauentag nicht fehlen: So wird Schauspielerin Jutta Seifert am 7. März (17.30 Uhr) auf Einladung des Frauenbüros des Landkreises online Texte vortragen zum Thema »Ich bin die Frau an meiner Seite«. (Anmeldung per E-Mail an Angelika.Kaemmler@lkgi.de). Uta Maria Lerner wird am 25. März (20 Uhr) auf Initiative der Stadtbibliothek im Levi-Saal des Rathauses zu einer historischen Zeitreise in die Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts einladen, gewürzt mit Originalliedern und faszinierenden Frauenbiografien der Zeit (Eintritt frei, Anmeldung an Eva.Steinbrecher@giessen.de).

Ein Höhepunkt der Veranstaltungsreihe zum Frauentag wird sicherlich der Auftritt der politischen Kabarettistin Anny Hartmann sein, die ihr neues Programm »NoLobby ist perfect - mit Haltung, Humor und Hirn« vorstellt: wegen der Pandemie aber erst am 15. Juli, dann aber open air auf dem Schiffenberg. FOTO: W. Michel/PM

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