Laura Restrepo ist im Rahmen eines Workshops zum Friedensprozess in Kolumbien zu Gast in Gießen. FOTO: TORRES
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Laura Restrepo ist im Rahmen eines Workshops zum Friedensprozess in Kolumbien zu Gast in Gießen. FOTO: TORRES

Frauenmord in Kolumbien

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Gießen(pm). Das Literarische Zentrum Gießen freut sich am Dienstag, 21. Januar, die kolumbianische Autorin Laura Restrepo im KiZ (Kongresshalle) zu Gast zu haben. Die ehemalige Literaturdozentin, Aktivistin und Journalistin wird aus ihrem Roman "Land der Geister" lesen. Die Veranstaltung wird um 19.30 Uhr beginnen. Der Eintritt kostet 6, ermäßigt 4 Euro und ist für LZG-Mitglieder frei.

Der Roman "Land der Geister" handelt von Augustina, die Teil einer glanzvollen Familie Kolumbiens ist. Dieser Glanz ist aber nur noch Fassade, längst ist auch Augustinas Familie verstrickt in die gewalttätige Geschichte Kolumbiens und abhängig von den Geschäften des Drogenzars Escobar. Augustina wird eines Tages von ihrem Mann Aguilar völlig verstört in einem Hotelzimmer gefunden. In seinen Bemühungen, Augustina zu helfen, deckt Aguilar ein Familiengeheimnis auf und steigt in die Abgründe einer untergehenden Gesellschaft hinab. Die Autorin gibt aus ständig wechselnden Perspektiven einen vielfältigen Einblick in verschiedene Aspekte der kolumbianischen Gesellschaft.

Restrepo wird zudem aus ihrem neuesten Kriminalroman "Los Divinos" lesen, der im Juli erscheinen wird. Darin befasst sie sich mit der gezielten Tötung von Frauen und regt zum kritischen Hinterfragen an. In diesem Werk beschreibt sie den Femizid anhand der Perspektiven von fünf Männern, die ein spielerisch perverses Gespann mit kriminellen Zügen bilden.

Laura Restrep, 1950 im kolumbianischen Bogotá geboren, studierte neben Politikwissenschaften auch Literatur und Philosophie in Bogotá. Seit den 1960er Jahren setzt sie sich vielseitig politisch ein. Später arbeitete sie als Journalistin und schrieb Romane und Sachbücher. Restrepo erhielt mehrere Literaturpreise sowie 2006 das begehrte Guggenheim-Stipendium.

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