Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus

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Gießen(pm). Im Rahmen seiner Politik-Vortragsreihe lädt der Verein ViBB am Donnerstag, 19. Dezember, um 19 Uhr zu einem Vortrag von Randi Becker über Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus ins ZiBB (Hannah-Arendt-Straße 8) ein. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Immer noch gelten Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung als friedliebend und wenig gewalttätig. Debatten um Beate Zschäpe und andere weibliche Neonazis forderten in den letzten Jahren das Geschlechterbild vom männlichen, gewalttätigen Nazi heraus und machen deutlich, dass eine geschlechterreflektierende Perspektive auf Rechtsextremismus notwendig ist, um die Akteure des aktuellen Rechtsextremismus in den Blick nehmen zu können. Der Widerwille, sich auch mit mordenden Frauen auseinanderzusetzen, wird auch historisch im Hinblick auf NS-Täterinnen sichtbar. Es existieren bislang nur wenige Forschungen zu Frauen als Täterinnen, die diese tatsächlich in ihrem Beitrag zum Massenmord ernstnehmen. Dieser Forschungslücke widmete sich die Referentin, die in ihrer Master-Arbeit untersuchte, wie Frauen als Täterinnen von 1945 bis heute in der NS-Aufarbeitung und in Gedenkstätten verhandelt wurden und werden. Der Vortrag wird so der Frage nachgehen, wie Frauen am NS beteiligt waren und wie ihre Beteiligung nach 1945 bis heute verhandelt wurde.

Randi Becker studierte Sozialwissenschaften, Soziologie und politische Theorie in Gießen, Frankfurt und Darmstadt. Sie ist Referentin für politische Bildung und schreibt und spricht zu Antisemitismus, Nationalsozialismus, Rassismus und Geschlecht.

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