Förderung in Millionenhöhe

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Gießen(pm). Chronischer Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie, PH) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung der Lunge und des Herzens. Um die Ursachen dieser schweren Lungenkrankheit besser zu verstehen und neue Ansätze für die Prävention, Diagnose und Therapie zu entwickeln, fördert die Europäische Union nun ein Großprojekt zur Untersuchung der molekularen Grundlagen des Lungenhochdrucks. Prof. Soni Savai Pullamsetti, Molekularbiologin und Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie am Institut für Innere Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), ist es gelungen, einen der begehrten ERC Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats für ihr Projekt "Restoring Roots" einzuwerben. Der Forschungspreis ist mit zwei Millionen Euro dotiert.

Im Rahmen ihres Projekts möchte Pullamsetti nach Möglichkeiten suchen, wie die aktivierten Gefäßwandzellen so beeinflusst werden können, dass der Fortlauf der Erkrankung gestoppt oder sogar umgekehrt werden kann. Sie wird dabei an die Hypothese anknüpfen, dass bei der Entstehung des Lungenhochdrucks molekulare Prozesse ablaufen, die bereits während der Embryonalentwicklung aktiv waren. "Unsere Hoffnung ist, dass wir, wenn wir die zugrundeliegenden molekularen Prozesse besser verstehen, Anknüpfungspunkte für neue Therapien finden. Wir werden aber auch nach neuen Biomarkern schauen, mit deren Hilfe die Erkrankung besser diagnostiziert werden könnte", erklärte die aus Indien stammende deutsche Wissenschaftlerin, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert sowie habilitiert hat und unter anderem als Sprecherin des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) mit Vereinssitz in Gießen tätig ist, in zwei internationalen Graduiertenprogrammen lehrt und bereits mehr als 80 Publikationen veröffentlicht hat.

Für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen hat Pullamsetti bedeutende nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, wie den Romain-Pauwels-Forschungspreis, den Research Excellence Award und den Investigator Award beim 5th World Symposium on PH. In Anerkennung ihrer herausragenden Forschung zum Thema "Molekulare Grundlagen des Lungenhochdrucks" und ihres sonstigen wissenschaftlichen Œuvres wurde Pullamsetti beim Akademischen Festakt der JLU im Jahr 2015 mit dem Dr.-Herbert-Stolzenberg-Preis ausgezeichnet.

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