Nadia Murad Genozid-Überlebende im Film "On Her Shoulders"
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Nadia Murad Genozid-Überlebende im Film "On Her Shoulders"

Filmfestival Globale startet

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Gießen(pm/gl). Seit einem Jahr arbeiten die Aktiven der Globale Mittelhessen an der Vorbereitung des Dokumentarfilmfestivals. An 13 Spielorten in Mittelhessen findet das politische Festival vom 30. Oktober bis (geplant) 14. November statt, auch im Kinocenter Gießen und dem Jokus.

Nach aktuellem Stand der Diskussion des Orgateams wird das Festival soweit es geht stattfinden. Das heißt im Falle eines "Lockdowns light" werde man bis zu dessen Einsetzen Veranstaltungen spielen, natürlich unter Einhaltung der bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln, erklärt auf Anfrage einer der Festivalorganisatoren, Manuel Kästner vom Verein Motivés. Sollten Veranstaltungen ausfallen, würden diese nach Möglichkeit im Januar nachgeholt. "Die Umstellung auf ein Online-Festival kam für uns nicht in Frage und aussetzen wollten wir gerade jetzt in dieser Zeit der starken politischen Verunsicherung auch nicht." Während der Pandemie seien viele globale Krisen und Probleme in den Hintergrund gerückt. Den Organisatoren des Filmfestivals ist es ein Anliegen, dass diese nicht in Vergessenheit geraten.

"Die Akte BND"

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 30. Oktober, im Marburger Capitol. Auf dem Programm steht "No Gold für Kalsaka", eine Produktion aus Burkina Faso von Michel K. Zongo zu den Auswirkungen des industriellen Goldabbaus.

In Gießen beginnt das Programm am 31. Oktober im Kommunalen Kino Jokus mit dem Film "Die Akte BND" von Rainer Kahrs. Die investigative Reportage zeigt, dass der deutsche Geheimdienst in Waffentransporte in Kriegs- und Krisengebiete auf der ganzen Welt involviert ist und dabei das Kriegswaffenkontrollgesetz unterläuft.

Kino im Rathaus

Im Kinocenter sollte am Samstag, 7. November, 15 Uhr, der Film "Hambi - Der Kampf um den Hambacher Wald" gezeigt werden. Für Sonntag, 8. November, stand auf dem Plan Filmgespräche zu "Maxima" über Bergbau in Peru (15 Uhr), "Amussu" (18 Uhr, Gast: Abderrahim En-Nosse von DENK e.V. aus Gießen) und "On Her Shoulders" (20.30 Uhr, Dr. Irfan Ortac von Zentralrat der Eziden in Deutschland).

Unter den geladenen Referenten für Filmgespräche ist unter anderem auch der griechische Filmemacher Aris Chatzistefanou. Er präsentiert am 1. November, 20.30 Uhr, im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses, seinen Film "Make The Economy Scream" zur aktuellen Situation in Venezuela.

Die Veranstalter empfehlen, sich kurzfristig über die aktuellen Hygiene-Auflagen auf www.globalemittelhessen.de zu erkundigen. FOTO: VERLEIH

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