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Feuer mit fünf Verletzten in Gießen: Festnahme nach Brand in Schützenstraße

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© con

Nach dem verheerenden Brand in der Gießener Schützenstraße hat die Polizei einen 42-Jährigen festgenommen. Der Vorwurf: Besonders schwere Brandstiftung und versuchter Mord.

Ein 42-Jähriger aus Gießen wird verdächtigt, den Brand in einem Appartementhaus in der Gießener Schützenstraße am Dienstagabend gelegt zu haben. Fünf Personen waren verletzt worden. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Gießener soll noch am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen wegen Verdachts der besonders schweren Brandstiftung und des versuchten Mordes einem Haftrichter vorgeführt werden.

Zeugen hatten gegen 22 Uhr die Polizei verständigt, nachdem sie Flammen in einer Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses in der Schützenstraße wahrnahmen. Zuvor, so die Zeugen,  soll eine Person in der Wohnung randaliert haben. Die Feuerwehr konnte wenig später den Brand in dem dreigeschossigen Haus eindämmen und löschen.

+++ Zur Erinnerung: Die Erstmeldung zum Feuer in der Schützenstraße

Die Mehrzahl der etwa 30 Hausbewohner hatte den Gefahrenbereich selbstständig verlassen können. Einige Bewohner mussten jedoch durch die Feuerwehr mittels Drehleiter gerettet werden. Fünf Personen erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.

Bei den durchgeführten Zeugenbefragungen und Untersuchungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den 42-jährigen Beschuldigten, der die Brandlegung inzwischen bereits eingeräumt hat. Nach der Tat flüchtete der Mann zunächst aus dem Wohnhaus. Er konnte aber wenig später in Gießen im Rahmen der unverzüglich eingeleiteten »Nahbereichsfahndung« durch Polizeikräfte festgenommen werden.

Hintergrund der Tat dürfte eine psychische Erkrankung des Beschuldigten sein.

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