14 zusammengeheftete Blätter statt dickes Heft: Das Corona-Ferienprogramm musste flugs organisiert werden. FOTO: KW
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14 zusammengeheftete Blätter statt dickes Heft: Das Corona-Ferienprogramm musste flugs organisiert werden. FOTO: KW

Ex-Ferienkarussell

Ferienprogramm der Stadt Gießen weiter abgespeckt

  • Karen Werner
    vonKaren Werner
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Nicht Corona-kompatibel oder wenig Interesse: Einige Kurse aus dem Gießener Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche sind ausgefallen. Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht.

Gießen(kw). Das Not-Ferienprogramm der Stadt im Corona-Sommer ist noch weiter zusammengeschrumpft als geplant. Elf Angebote fielen wegen des geringen Interesses aus. Sieben weitere mussten gestrichen werden, weil sich herausstellte, dass die Veranstalter die Corona-Regeln nicht hätten einhalten können. Das erläutert Stadträtin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) auf GAZ-Anfrage.

Das traditionelle "Ferienkarussell" mit rund 3000 Teilnehmerplätzen war fix und fertig vorbereitet, als die Corona-Krise es Mitte März jäh ausbremste. Stattdessen stampfte die Jugendpflege ein Ersatzprogramm mit 500 Plätzen und besonderen Bedingungen aus dem Boden: Kleine Gruppen aus höchstens zwei Klassen, Anmeldung über die Schulen, Extraangebote für Familien sowie online, kein Ferienpass, dafür alles kostenlos.

Noch Plätze frei bei Familien-Aktionen

Auf den Listen, die an den Schulen herumgingen, standen zunächst sieben Kurse aus dem ursprünglichen Ferienkarussell. Sie ohne Rücksprache mit den Veranstaltern aufzuführen, erwies sich als etwas voreilig, denn sie waren nicht Corona-kompatibel zu organisieren. Vier Veranstaltungen des Botanischen Gartens fielen der Schließung der Anlage für die Öffentlichkeit zum Opfer. Bei einem Filmkurs beim Offenen Kanal hätten die Kinder auf engem Raum arbeiten müssen, zudem war die Desinfektion der Materialien nicht zu gewährleisten. Die Stadtwerke strichen die Busfahrten zu den Wasserwerken nach Queckborn.

Absagen habe es deshalb nicht gegeben, erläutert Weigel-Greilich - und zwar deshalb, weil die Jugendpflege den Familien ausschließlich Zusagen für die 30 tatsächlich stattfindenden Kurse zukommen ließ.

Keine oder zu wenige Anmeldungen gab es unter anderem für Bumerangbau, Computer, Kräuter, Rap und HipHop sowie Yoga. Auch in anderen Jahren fallen immer wieder einmal Ferienkarussell-Kurse wegen zu geringer Teilnehmerzahl aus.

Groß ist dagegen das Interesse an den Familienangeboten: Alle 14 Termine finden statt. Bei zweien sind noch Plätze frei: Klettern an den Eschbacher Klippen am 20. Juli sowie Gummihuhn-Golfturnier im Stadtpark Wieseckaue am 25. Juli. Informieren und anmelden kann man sich unter www.jugendpflege-giessen.de.

Montags bis freitags von 15 bis 16 Uhr gibt es zudem ein täglich wechselndes Online-Angebot der Stadt auf Discord unter Jokus#8114. Dabei sitzen die Kinder und Jugendlichen keineswegs nur am Bildschirm: Sie können, digital verbunden, Zumba tanzen, ein Trinkhalmspiel basteln, Stadt-Land-Fluss spielen oder Pizzabrötchen backen.

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