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Fast alle finden das "Ritzel"

  • Stephan Sippel
    vonStephan Sippel
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Gießen(si). Das war ein einfacher Einstieg ins diesjährige Sommerquiz "Kennen Sie Gießen?" Der Preußen-Adler aus Sandstein hängt natürlich an der Alten Post aus Kaisers Zeiten, die einst ins Eigentum des preußischen Staates überging. Die allermeisten Rätsel-Freunde lagen richtig mit dem gesuchten "R", und die meisten kamen am Ende auch auf das richtige Lösungswort "Ritzel" - und entschieden sich gegen "Retter" und "Ritter", die rein sprachlich ebenfalls als Variante infrage gekommen wären. Mit 130 Einsendungen war die Beteiligung übrigens wieder hoch, ähnlich wie im vergangenen Jahr.

Das Wappentier aus der Montags-Frage muss noch einmal abgenommen und herausgeputzt werden, ehe in die Alte Post die neuen Nutzer einziehen. Dass es dort bayerisches Bier geben wird, hätte sich der preußische Ikarus wohl nicht träumen lassen.

Das Bild der Baustelle an der Georg-Schlosser-Straße (I) aus dem Jahr 1994 am Dienstag war ebenfalls keine schwierige Herausforderung. Sowohl die charakteristischen Häuser an der Wetzsteinstraße als auch das Schulgebäude links im Hintergrund stehen dort bis heute - und der Wohnkomplex natürlich ebenso.

Bei dem "entkleideten" Hochhaus, das am Mittwoch gesucht wurde, handelt es sich um ein Gebäude der Justus-Liebig-Universität. Fast alle verorteten es richtig im Aulweg. Dort ist das Physiologische Institut zu Hause. Nur wenige meinten, es stehe im Heinrich-Buff-Ring, wo ein Großteil der Naturwissenschaften untergebracht ist. Eine kleine Hilfestellung bei der Identifizierung lieferte das bunte Gebäude am Bildrand links. Hier handelt es sich, leicht erkennbar, um das Biomedizinische Forschungszentrum Seltersberg. Der gesuchte Buchstabe war also ein "T" für den Aulweg.

Preise zu gewinnen

Gesucht war am Donnerstag der Club Bonaparte (Z), Gießens erster und lange Zeit einziger Herrenclub in der Liebigstraße. Marin Kalbfleisch hatte ihn bereits 1970 eröffnet, obwohl männliche Homosexualität in Deutschland bis ins Jahr 1969 generell unter Strafe gestanden hatte. 2010 war dann Schluss. Im Laufe der Jahre war illustrer Besuch nach Gießen gekommen: Alfred Biolek, Evelyn Künneke oder die Jacob Sisters. Sie alle wurden von Kalbfleisch auf einer Fotowand verewigt.

Am Freitag wurde es etwas "tierisch", denn gesucht war ein ehemaliger Bullenstall in einem Gießener Stadtteil, wo die Bewohner bis vor Kurzem noch die Möglichkeit hatten, Bauabfälle in einem Container zu entsorgen, der in diesem alten Bullenstall-Gehöft stand. Richtig ist Lützellinden, womit das "E" gewonnen war.

Die auffällige Anordnung der Bäume am Samstag ist tatsächlich am Reißbrett entworfen worden. Gesucht war nämlich der Parkplatz (L) des Zeughauses. Er liegt verborgen in der Innenstadt, umgeben von Häusern und Bäumen. Man sieht ihn eigentlich nur, wenn man an der Einfahrt am Landgraf-Philipp-Platz vorbeigeht.

Und hier die Gewinner aus der ersten Runde: Über einen Restaurantgutschein in Höhe von 50 Euro kann sich Joachim Daniels (Fernwald) freuen. Die WMF-Wasserkaraffe geht an Manfred Völk (Gießen). Das Salatbesteck der Marke Villeroy & Boch erhält Monika Gerson (Heuchelheim). Die Gewinner werden benachrichtigt. Das heutige Gießen-Quiz findet sich auf Seite 24. FOTOS. GAZ

CLUB BONAPARTE (Z)

PARKPLATZ (L)

LÜTZELLINDEN (E)

AULWEG (T)

GEORG-SCHLOSSER-STRASSE (I)

ALTE POST (R)

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