Farbenspiel in der Sparkassenzentrale

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Gießen (bf). Die Zentrale der Sparkasse Gießen ist seit Mittwoch nicht mehr nur rot, sondern vielmehr bunt. Die Malerin Yvonne Nordhaus-Wentzel stellt bis 5. Oktober dort ihre vielfältigen Kunstwerke aus. In den Bildern sind Themen wie Natur, Sport und Meer verarbeitet, aber auch Fantasieszenen. Die Flensburgerin sagt: "Ich habe mich abstrakt versucht, komme aber immer wieder zum Gegenständlichen zurück oder male im fließenden Übergang, halbrein."

Gießen (bf). Die Zentrale der Sparkasse Gießen ist seit Mittwoch nicht mehr nur rot, sondern vielmehr bunt. Die Malerin Yvonne Nordhaus-Wentzel stellt bis 5. Oktober dort ihre vielfältigen Kunstwerke aus. In den Bildern sind Themen wie Natur, Sport und Meer verarbeitet, aber auch Fantasieszenen. Die Flensburgerin sagt: "Ich habe mich abstrakt versucht, komme aber immer wieder zum Gegenständlichen zurück oder male im fließenden Übergang, halbrein."

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Ilona Roth, freute sich zur Eröffnung über den neu erlebbaren Raum, der sich "von der Kunden- zur Kunsthalle" gewandelt habe. Die Laudatio sprach Pfarrer Hartmut Miethe aus Grünberg, für musikalische Untermalung sorgte die Sängerin Nora Schmidt.

Unter dem Motto "Kunst ist der Bus und nicht die Haltestelle" hat sich die Norddeutsche ihre Sehnsucht nach dem Wasser bewahrt, wohin auch viele ihrer inspirierenden Urlaube gingen. In diesen sammelt sie geistiges und reales Material, denn in ihren Acryl-Bildern verwendet die erfindungsreiche Künstlerin von Sand über Muscheln, Blätter, Kaffeesatz und Schnecken sogar Trockenstabilat, ein Abfallprodukt aus Müll, das in der Fabrik ihres Mannes hergestellt wird.

Mit 18 Jahren begann die Künstlerin ihre Ausbildung an der Meisterschule des Zeichnens in ihrer Heimatstadt. In Gießen war sie Mitinhaberin der Töpferwerkstatt und wendetet sich nach deren Auflösung erneut der Malerei zu. "Ich lerne gern neue Sichtweisen kennen, und bemühe mich, in meiner Arbeit nicht stehen zu bleiben", sagt sie. Deshalb besuchte sie mit 35 Jahren als Gasthörerin die Universität für mehrere Jahre und ist seitdem jedes Jahr in der Marburger Sommerakademie anzutreffen.

Inzwischen wohnt Nordhaus-Wentzel seit 45 Jahren in Garbenteich, wo sie in der Schiffenbergstraße eine Kreativscheune unterhält. Sie gewann diverse Kunstauszeichnungen und verkaufte bis zum heutigen Tag mehr als 600 Bilder nach Deutschland und ins Ausland. Sie meint dazu: "Ich male in erster Linie für mich, aber auch für die anderen." (Foto:bf)

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